Buchkultur-Aboprämie

Aktuelle Ausgabe 227

40 Jahre hat es gedauert, nun liegt dieses ganz und gar ungewöhnliche Debüt endlich auf Deutsch vor: »Golden Gate« heißt der radikale Versroman des indischen Schriftstellers Vikram Seth (Foto: Chris Boland), mit dem man nicht nur das San Francisco und Silicon Valley des Jahres 1986, sondern eine Wunderkammer aus Sprachkunst, Stilsicherheit und Schönheit betritt; die tschechische Autorin Alice Horáčková hingegen hat die Wurzeln ihrer Familie im Sudetenland erforscht und mit diesem Wissen den wunderbar weitläufigen Roman »Geteiltes Haus« verfasst, in dem sie durch mehrere Jahrzehnte europäischer Geschichte führt; und die Protagonistin in Eva Menasses neuem Werk »Alleinruhelage«, die ihr Wochenendhaus in der ostdeutschen Provinz weiterzuverkaufen versucht, trägt deutliche Züge der Autorin selbst – was unsere Redaktion nicht uneingeschränkt begeistert.
Rechtzeitig zum Start von Christopher Nolans Film überrascht eine neue unpuristische Schmuckausgabe von Homers »Odyssee« in der Übersetzung von Karl Ferdinand Lempp; von den menschlichen Herausforderungen und möglichen Apokalypsen der Gegenwart erzählt wiederum eine Handvoll Sachbücher, die sich Gedanken über die Zukunft des Menschen in einer zunehmend krisenbestimmten Welt machen. »Das Buch im Zeitalter des Digitalen« steht schließlich im Mittelpunkt der acht Seiten unserer Reihe »Eingekreist«: Wo findet im Netz der Austausch über Bücher statt? Wie erreichen Autor/innen heute ihre Leserschaft ohne Verlage? Und wie sieht die Zukunft der Schreibenden in einer zunehmend von Empörungsbewirtschaftung einerseits und KI andererseits geprägten Medienlandschaft aus?

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 227 – ab 21. August am Kiosk, im Buchhandel sowie schon jetzt im Buchkultur-Shop!

Aus der Redaktion

Bella Italia

Von der Kunst, italienisch zu leben

Urlaubsflair zwischen zwei Buchdeckeln: Von der Kunst, italienisch zu leben.

von Caterina Schiliro, Katia Schwingshandl

Christine Wunnicke

Erzählen um des Erzählens willen

Christine Wunnicke erhält den Georg-Büchner-Preis 2026. Für die Coverstory von Ausgabe 191 gab uns die autarke Stimme der Gegenwartsliteratur 2020 ein ausführliches Interview zum Erscheinen von »Die Dame mit der bemalten Hand«.

von Dagmar Kaindl

Maggie O’Farrell

»Ich wollte die Geschichte eines ganzen Landes anhand eines einzigen Fleckchens Erde erzählen«

Im Interview spricht die Autorin über die Bedeutung von Geschichte für unser heutiges Leben, irische Folklore, die Folgen des Klimawandels und weshalb Familie so wichtig ist.

von Dagmar Kaindl

Nea Schmidt

Sprechen in Flechten

Gedichte wie eine konstante Frage, die sich selbst in Frage stellt: Nea Schmidt flicht Welt zu Lyrik, die Beobachtungen umkehrt.

von Kevin Junk

George Orwell

Wie es mir gefällt

Erstmals übersetzte Kolumnen George Orwells: ein Hochfest der Erkenntnis.

von Alexander Kluy

Elena Ferrante

Schreiben als Befreiung

Elena Ferrante ist zurück: Im Essayband »An den Rändern« spricht sie über den Drang zu schreiben.

von Dagmar Kaindl

Miles Davis

Der Mann mit dem Horn

Von Bebop und Charlie Parker zum Cool Jazz zu »Kind of Blue« zu Polyrhythmik: Zum 100. Geburtstag von Miles Davis erscheinen eine neue Biografie und ein Bildband.

von Alexander Kluy

Mario de la Piedra Walter

Musik sehen und Worte schmecken

Der Neurologe Mario de la Piedra Walter erkundet »Unser kreatives Gehirn« anhand der zahlreichen Spuren, die es in der Kunst hinterlassen hat.

von Johannes Lau

Muri Darida

Wenn man sich fragt: ›Gerade jetzt?‹ Dann ist die Antwort meistens: ›Jetzt erst recht.‹«

Muri Darida im Buchkultur-Interview über Schlangen und Rachefantasien, warum es falsch ist, davon auszugehen, dass nur im Osten Europas die trans Rechte bedroht sind und warum es oft die Sprachlosigkeit ist, die am meisten erzählt.

von Teresa Preis

Nasima Sophia Razizadeh

Ich gehorche dem Übermut in mir

Nasima Sophia Razizadehs Lyrik im Dazwischen: Übergang, Hybris, Sprache als schwebender Raum jenseits fester Ankunft.

von Alexandru Bulucz

Oisín McKenna

Immer kurz vor dem Orgasmus

Das von der Kritik bejubelte Debüt ist Roman und Praxis einer Lebensanschauung zugleich.

von Katia Schwingshandl

Alexander Kluge

»Ich behaupte, dass ein guter Poet bis zu zehn Jahre in die Zukunft schauen kann«

von Jorghi Poll

Immer bestens informiert mit dem Buchkultur Abo

Immer bestens informiert mit dem Buchkultur Abo

6-mal im Jahr + Sonderhefte

Wählen Sie Ihr Geschenkbuch zum Neu-Abo!

Immer bestens informiert mit dem Buchkultur Abo

Der Buchkultur Bücherbrief

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand mit dem monatlichen Buchkultur-Newsletter!

Immer bestens informiert mit dem Buchkultur Newsletter






* Pflichtfeld