Torsten Woywod

Aktuelle Ausgabe 223

Ist das noch Literatur? Mit »Notizen für John«, der Veröffentlichung von 150 unnummerierten Seiten eines Ordners von Joan Didions Aufzeichnungen aus der Psychoanalyse, erscheint die Schriftstellerin und New Journalism-Ikone (Foto: Kathleen Ballard) in neuem Licht – und bringt damit das Bild, das Lesende bisher für das Didion-Universum gehalten haben könnten, ins Wanken; John Irving legt mit »Königin Esther« einen Roman über ein jüdisches Frauenschicksal vor und erzählt, wie ein junger Mann in Wien zum Schriftsteller heranreift; und Autorinnen wie Nora Gomringer oder Sirpa Kähkönen geben in aktuellen Romanen den starken Gefühlen Raum, die der Verlust der Mutter auslöst, und der Trauer literarisch ein Gesicht.
Was kommt unter den Baum? In unserem Schwerpunkt »Eingekreist« stellen wir dieses Mal besonders schöne Bücher und Geschenkideen zu den Jubiläen von Rainer Maria Rilke und Jane Austen, zu kunstvollen Naturbeschreibungen und inspirierenden Alltagswundern vor. Überlebenstrategien und philosophische Anleitungen für ein gutes Leben im dunklen Winter und kalten Zeiten liefern sechs Sachbuchneuerscheinungen von u. a. Mirjam Zadoff oder Jamil Zaki, und Buchhändlerin Nicole List erklärt die Krise des unabhängigen Buchhandels zwischen Instagram-Fame und Systemdruck.

Das alles und noch viel mehr ab sofort in Buchkultur 223 mit 32 Seiten extra »Junior«! Ausgabe 224 erscheint am 13. Februar 2026.

Aus der Redaktion

Colombe Schneck

Im Haus der zweiten Eltern

Autofiktional ergründet Colombe Schneck eine Kindheitsidylle.

von Sieglinde Wöhrer

Paulina Behrendt, Jan Robert Dünnweiler

Malerisch poetisch

Von der Bühne ins Buch: Paulina Behrendts zarter und doch starker Text, atmosphärisch illustriert von Jan Robert Dünnweller.

von Maria Nowotnick

Helga Schubert

»Die Literatur kann nur gegen Pathos und Einseitigkeit wirken«

Helga Schubert blickt zurück, zieht Bilanz und macht Mut für die Zukunft. »Luft zum Leben« heißt ihr autofiktionaler Prosaband aus alten und neuen Geschichten, unveröffentlichten Gedichten, Aufsätzen und Vorträgen aus 65 Jahren.

von Dagmar Kaindl

Lesefunken

Seelenpuppen, Irrwege und geflüsterte Geheimnisse

Jordan Lees legt ein Fantasy-Debüt für Leser/innen ab 11 Jahren vor, das wahrlich Applaus verdient.

von Saskia Pacher

Pier Vittorio Tondelli

Die Topografie einer Liebe

Nähe wird Distanz, Distanz wird Einsamkeit. Pier Vittorio Tondelli verwandelt Verlust in zeitlose, poetische Intensität.

von Barbara Seidl-Reutz

Buchkribbeln

David Szalay: Was nur gezeigt werden kann

Spätestens seit letztem Jahr bin ich großer Fan des Booker Prize. Der professionelle Auftritt in den Sozialen Medien, das Event, zugängliche, diverse Bücher: Der Preis übt auf mich eine große Faszination aus.

von Katia Schwingshandl

Agi Ofner

Vielstimmige Wolfsjagd

Ein Wolf, ein Dorf und ein Tag, der alles verändert: Fünf Jugendliche sind in »Problemwölfe« unterwegs, um die Welt ein klein wenig besser zu machen.

von Karoline Pilcz

Babyn Jar

Literarisches Erinnern

Zwei Romane über Babyn Jar, das Massaker der deutschen Besatzer im Kiewer Raum.

von Christa Nebenführ

Hubert Gaisbauer

Das tröstliche Licht

»Vor der Ewigkeit« nennt der Publizist Hubert Gaisbauer sein Buch über die letzten Tage und Stunden berühmter Menschen.

von Konrad Holzer

Peter Waterhouse

Alles überall auf einmal

Durch Zeit und Raum in Begleitung von Gespenstern, Toten und Ungeborenen: Der Mammut-Riesen-Total-Roman »Z Ypsilon X« von Peter Waterhouse über Schuld und Scham in der Familie.

von Alexander Kluy

Roger Willemsen

Der Schwärmer und sein Handwerk

Anlässlich der soeben von Insa Wilke herausgegebenen Textsammlung »Liegen Sie bequem. Vom Lesen und von Büchern«, sprach sie mit Caspar-Maria Russo über Roger Willemsen: Über skurrile Leseorte, Lesebiografien, Robert Musil und einen legendären Gemüseeintopf.

von Caspar-Maria Russo

Oyinkan Braithwaite

»Einige der Frauen um mich würde ich sogar mit Bulldozern vergleichen«

Drei Generationen von Frauen unter einem Dach: Oyinkan Braithwaites in Lagos und Umgebung spielender Roman »Der Fluch der Falodun Frauen« ist Geister-, Generationen-, Familien-, Emanzipations- und Liebesroman zugleich.

von Dagmar Kaindl

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