Die unzulängliche Berichterstattung über Frauenmorde ist Thema in Sophie Sumburanes Krimi: Unser Platz 10 der besten Krimis für den Sommer 2026.
In Potsdam geboren, studierte Sophie Sumburane Germanistik und Afrikanistik in Leipzig und promoviert über forensische Linguistik. 2022 erschien ihr Kriminalroman »Tote Winkel«, dem nun der aufrüttelnde Band »Keine besonderen Auffälligkeiten« folgt. Sophie Sumburane geht dem Fall des letzten Serienmörders der DDR nach. Der Plot beginnt im Oktober 1989: Von Zerfallserscheinungen gebeutelt, kurz vor dem Ende des Arbeiter- und Bauernstaates, kommt die Polizei – bzw. das, was davon übrig und nicht mit dem Stigma »Stasi« behaftet ist – nicht in die Gänge, als in den Folgemonaten insgesamt fünf Frauen und ein Baby in einem brandenburgischen Dorf ermordet werden. Die Freundinnen Hedi und Gabi sind auf unterschiedlichen Ebenen nahe am Geschehen, beide entscheiden sich für ein weiteres Leben in Westberlin. Gabi macht ein Praktikum bei der BILD-Zeitung und hat die Absicht, den Fokus auf die Femizide im Osten zu lenken. Doch was sie dort über Journaille und menschenverachtende Berichterstattung erfährt, ernüchtert sie brutal. Auch Hedi muss nicht zu knapp Federn lassen. Im Dorf geht die Suche nach dem Mörder weiter, treibt seltsame Blüten. Dieses Porträt einer verunsicherten Gesellschaft in der Wendezeit ist eine komplexe Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte Deutschlands. Parallel ist die dreiteilige Doku »Rosa Riese« in der ARD-Serie »Crime Time« zu sehen, das Team hat Sophie Sumburane bei ihren Recherchen und bei Interviews vor Ort begleitet.
Die besten Krimis für den Sommer 2026:
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Sophie Sumburane
Keine besonderen Auffälligkeiten
Edition Nautilus, 296 S.
