In ihrem neuen Psychothriller setzt Romy Fölck ihre Figuren auf einer Insel aus – Platz 7 der zehn besten Krimis für den Sommer 2026. Foto: Kerstin Petermann.
Fünf Fremde besuchen die Insel Neuwerk. Doch verbindet vier von ihnen ein Ereignis des Jahres 1995: Sie befanden sich auf der Insel, als in jenem Sommer vor 30 Jahren zwei Kinder bei einem Schullandheimaufenthalt verschwanden. Das Mädchen wurde wieder gefunden – traumatisiert und stumm. Der Junge blieb verschollen.
Romy Fölck, geboren 1974 in Meißen, hat Rechtswissenschaften studiert und ist heute vor allem für ihre Elbmarsch-Krimis bekannt, die in jener norddeutschen Landschaft spielen, wo sie auch selbst lebt.
»Fünf Fremde« ist nun ihr aktueller und ziemlich gewagter Thriller, der die Ereignisse im Stil des Slow Burn langsam erzählt und so die Spannung immer weiter steigert. Szenen der Jahre 1995 und 2025 sowie die Erzählperspektiven der einzelnen Figuren wechseln sich ab. Und klar ist eigentlich nur, dass dieses Zusammentreffen kein Zufall ist: »Jemand hatte versucht, sie (eine Journalistin) heute auf dem Weg zur Insel umzubringen. Jemand, der wusste, dass sie zurückgekommen war, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Jemand, der jetzt mit ihr hier auf der Insel war.« Den Showdown leitet ein Orkan ein, der die Abreise von der Insel Neuwerk verunmöglicht. Die Besucher/innen müssen sich ihrer Vergangenheit stellen.
Mit »Fünf Fremde« hat Fölck einen faszinierenden Thriller geschrieben, der durch seine einfache Sprache und Bauart zur – im besten Sinne – leichten Lektüre für den Feierabend zählt. Zudem schafft er es, trotz des Horrors noch Lust auf eine Reise an die Nordsee zu machen.
Die besten Krimis für den Sommer 2026:
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Romy Fölck
Fünf Fremde
Lübbe, 384 S.
