Ein kleiner Band auf touristischen Spuren der Trapp-Familie. Foto: privat
Es ist der Film, den alle kennen außer denen, die am Schauplatz wohnen: »The Sound of Music« ist in der Tat ein recht spezielles Phänomen und prägt vermutlich bis heute das Bild, das US-Amerikaner/innen von Österreich haben. Er handelt von der wahren Geschichte von Maria von Trapp, die ursprünglich vom Kloster aus als Hauslehrerin zu einem Witwer mit sieben Kindern geschickt wurde, ebendiesen Witwer ehelichte und – Musik verbindet ja bekanntlich – in der Folge als Familienchor durch ganz Europa tourte. Dem Nationalsozialismus standen die Trapps kritisch gegenüber: Sie emigrierten in die USA, von wo aus sie erneut auf Tournee gingen und sogar Konzerte in Australien und Neuseeland spielten. Der Film, der 1964 in Salzburg gedreht wurde, beruht auf Maria von Trapps Memoiren und ging schließlich, mit Julie Andrews in der Hauptrolle, in Hollywoods Filmgeschichte ein.
Soviel also zum Hintergrund: Der Band »The Sound of Salzburg« beleuchtet Filmgeschichte und -kulissen und trumpft dabei mit prächtigen Bildern auf. Selbst wenn man (wie die meisten Salzburger/innen) den Film nicht gesehen hat, so kann man der Geschichte quer durch die malerischen Landschaften folgen, vom Kloster weg über den Untersberg – oder gleich durch die Salzburger Innenstadt, wo die echte Trapp-Family einen Cameoauftritt hatte. Auch ist das Buch auf den Spuren verschiedenster Touren mit Trapp-Thema, so kann man zum Beispiel den »Sound of Music«-Trail wandern oder eine Fahrradtour entlang Marias Routen buchen. Ein kleines, hübsches Büchlein, das Salzburg-Tourismus-Neulinge durchaus überraschen wird.
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Franziska Lipp
The Sound of Salzburg
Servus, 80 S.
ET: 16. Oktober

