Einen Yeti im Winterwald zu finden, kann doch nicht so schwer sein! Foto: privat
Uns ist doch allen klar, dass es Yetis gibt, oder? Eben. Deshalb ist ein kleiner Junge felsenfest davon überzeugt, dass im Wald hinter seinem Haus irgendwo einer lebt, und macht sich eines Tages mit seinem Hund Milo auf die Jagd. Perfekt ausgestattet und voller Elan stapfen sie gemeinsam durch die schneebedeckte Winterlandschaft; umso größer ist die Enttäuschung, als der Junge ihn einfach nicht finden kann. Gibt es den Yeti vielleicht doch nicht?
Das neue Bilderbuch des britischen Illustrators Matt Hunt ist so entzückend wie unterhaltsam, besonders, da der Yeti stets ganz nahe ist und doch im Verborgenen bleibt, sodass man ihn beinahe übersieht, obwohl er auf (fast) jeder Doppelseite zu finden ist. Milo hat ihn längst entdeckt und die beiden werfen sich wissende Blicke zu, während der kleine Junge im Dunkeln tappt. Solange sich der Yeti versteckt hält und heimlich mit dem Vierbeiner herumalbert, wird sein gutmütiges und spielerisches Wesen nur durch seine riesigen Augen und amüsierten Gesichtsausdrücke deutlich. Hunts Illustrationen sind trotz blau-weißer Schneelandschaft, in der sich auch ein paar andere kleine Beobachter zwischen den grünen Nadelbäumen tummeln, fröhlich und mit zahlreichen Farbklecksen versehen. Seine Geschichte erinnert, dass das Unbekannte und Mysteriöse ohnehin am aufregendsten ist und ermutigt, selbst nach einer Niederlage den Glauben an das Besondere nicht aufzugeben. Ein witziges Such- und Findebuch für alle, die gerne auf Entdeckungsreise gehen und wissen wollen, was man alles für die Yeti-Jagd braucht!
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Matt Hunt
Wie man einen Yeti findet
Ü: Uwe-Michael Gutzschhahn
Kunstmann, 32 S.
Ab 3 Jahren

