Hoffnungsgebendes und inspirierendes Buch für Zeiten, in denen es nicht so rund läuft. Foto: Gene Glover
Louise Brown, Halb-Engländerin, Jahrgang 1975, arbeitete nach ihrem Politikwissenschaftsstudium in England und Deutschland als Journalistin, bis sie nach dem kurz aufeinanderfolgenden Tod ihrer Eltern ihrem Leben eine neue Wendung gab und Trauerrednerin wurde. Die Erfahrungen von ihrer neuen Tätigkeit teilt sie in ihrem Buch »Was bleibt, wenn wir sterben«, einer äußerst positiven und zuversichtlich machenden Lektüre.
Um Zuversicht geht es auch in Browns neuem Buch. Wir leben in turbulenten und verunsichernden Zeiten, und so hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, sich selbst ein Jahr lang zu beobachten. Daraus sind gewandt erzählte Alltagsmomente entstanden, scheinbar kleine und unbedeutende Episoden und Szenen, die sie schildert und aus denen sie das Gute herausfiltert. Brown ging es darum, den Sinn zu schärfen dafür, dass sich in allem etwas Positives findet. Ihr Buch ist zart und leise. Poetisch erzählt sie von sich selbst, ihrer Familie und dem Alltag, von Kleinigkeiten, die Glück, Halt oder Ruhe bringen. Sie setzt ihre Worte klangvoll und versteht es, bereits mit dem ersten Satz der kurzen Abschnitte ein Bild zu erzeugen, von dem man unweigerlich mehr sehen möchte.
Louise Brown hat mit ihrem wunderbaren Buch einen sprachlich kunstvollen Leitfaden für mehr Zuversicht im Alltag geschaffen und sie führt vor, dass wir zwar nicht das große Weltgeschehen ändern können, aber sehr wohl unsere Einstellung und unsere engste Umgebung, um die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Absolute Leseempfehlung!
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Louise Brown
Zuversicht. Von den kleinen Wundern des Lebens.
Diogenes, 221 S.

