WienLiteratur
Das Archiv mit 30 Jahren Wiener Literatur in Buchkultur
8. Juni 2023
»Wir halten uns alle viel zu oft für unfehlbar und das sind wir nicht«
Shida Bazyars zweiter Roman »Drei Kameradinnen« ist eine differenzierte Verhandlung des Rassismusbegriffs, eine präzise, in der Gegenwart verankerte Auseinandersetzung mit einer Gesellschaft, die den rechten Terror nicht verhindert, und er ist ein kluges Spiel mit der Deutungshoheit.
von Sophie Weigand
Die Entdeckung des Fatalen
Erst stellte Anna Baar in »Nil« die Idee einer traditionellen Erzählinstanz infrage. Jetzt hat sie mit »Amseln« einen Roman geschrieben, der uns an der Idee intimer Beziehungen zweifeln lässt.
von Ursula Ebel
Die Wirklichkeit – ein Traum?
Zwei Wiederveröffentlichungen von Prosawerken Jeannie Ebners zeigen sie als Autorin von Rang.
von Alexander Kluy
Sehenden Auges blind
Anna Felnhofers Roman »Prosopon«, der schwierige zweite Titel, wird zu Recht als Meisterwerk rezipiert.
von Sylvia Treudl
Der Katzenfreund
Paulus Hochgatterer hat sich Zeit gelassen für sein neues Buch »Mio und die Unsterblichkeit«. Es hat sich ausgezahlt, darauf zu warten.
von Konrad Holzer
Stimmen, Kunst und Leere
Wir trauern um Péter Nádas: Der große ungarische Schriftsteller ist am 26. August verstorben. In Ausgabe 204 vom Oktober 2022 haben wir Péter Nádas mit einem ausführlichen Porträt zum 80. Geburtstag gratuliert.
»Es ist schön, wenn es gelingt, Leute abzuholen, bevor sie vom Literaturbetrieb abgeschreckt werden«
Vom Werbestudium über den Kinderschauspieler zum vielgelesenen Buch-Content-Creator im deutschsprachigen Netz: Samuel Benke über seinen Zugang zum Lesen und warum es ihm ein Anliegen ist, den Online-Diskurs über Bücher zu bespielen.
von Nayra Jonke
Von der Kunst, italienisch zu leben
Urlaubsflair zwischen zwei Buchdeckeln: Von der Kunst, italienisch zu leben.
von Caterina Schiliro, Katia Schwingshandl
Erzählen um des Erzählens willen
Christine Wunnicke erhält den Georg-Büchner-Preis 2026. Für die Coverstory von Ausgabe 191 gab uns die autarke Stimme der Gegenwartsliteratur 2020 ein ausführliches Interview zum Erscheinen von »Die Dame mit der bemalten Hand«.
von Dagmar Kaindl
»Ich wollte die Geschichte eines ganzen Landes anhand eines einzigen Fleckchens Erde erzählen«
Im Interview spricht die Autorin über die Bedeutung von Geschichte für unser heutiges Leben, irische Folklore, die Folgen des Klimawandels und weshalb Familie so wichtig ist.
Sprechen in Flechten
Gedichte wie eine konstante Frage, die sich selbst in Frage stellt: Nea Schmidt flicht Welt zu Lyrik, die Beobachtungen umkehrt.
von Kevin Junk
Wie es mir gefällt
Erstmals übersetzte Kolumnen George Orwells: ein Hochfest der Erkenntnis.