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Ausgaben, die älter als 2 Jahre sind, sind vollständig als PDF verfügbar.
Liebevolle Ironie, eingebettet in große Ernsthaftigkeit: Christine Wunnicke (Illustration: Jorghi Poll) schafft mit ihrem neuen Roman „Die Dame mit der bemalten Hand“ ein welten- und kulturenüberspannendes Panorama des Verstehens und des Miteinanders – ohne zu moralisieren oder zu belehren; wir porträtieren anlässlich seines neuen Essaybands „Die Krone der Schöpfung“ den Büchner-Preis-Träger 2019, Lukas Bärfuss; und Philipp Winkler unterstreicht mit einer Erzählung „als Geburtstagsgeschenk an seinen Verlag“ sein Talent als Schriftsteller mit einem Händchen für unverbrauchte Themen.
Wir haben mit Rockjournalistin und Lyrikerin Lily Brett über New York und ihre Kolumnensammlung „Alt sind nur die anderen“ gesprochen, und schauen nach, was es mit der Renaissance von Künstlerromanen auf sich hat. Außerdem: Zwei Neuerscheinungen zum 10. Todestag blicken auf den viel zu früh von uns gegangenen Christoph Schlingensief zurück, und aktuelle Biografien spüren Leben und Werk von vergessenen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts nach.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 191: Ab 20. August überall erhältlich, wo es Zeitschriften gibt!
Müssen wir alles rational erklären können? Und womit füllen wir die transzendentalen Lücken des Daseins? Vor dem Hintergrund der Mojave-Wüste klärt der New Yorker Exil-Londoner Hari Kunzru (Foto: Clayton Cubitt) mit dem vielschichtigen Romanepos „Götter ohne Menschen“ die letzten Fragen der Menschheit, Ivana Sajkos „Familienroman“ beleuchtet die letzten 50 Jahre ihrer kroatischen Heimat vor dem Zerfall Jugoslawiens aus einer radikal persönlichen Perspektive; und Kai Wieland erzählt in seinem zweiten Roman „Zeit der Wildschweine“ großartig versponnen von Urban Exploring, Buchhandlungen in Lost Places und überhaupt vom Machtkampf der Worte und Bilder.
Wie Alltag und Lebensplanung von körperlich und geistig beeinträchtigen Menschen literarisch derzeit so gestaltet werden, fassen wir in einem gemischten Belletristik- und Sachbuch-Überblick zusammen. Außerdem stellen wir Neuerscheinungen zu 60 Jahre Antibabypille vor und werfen noch ein ausführlichen Blick in die unmittelbare Zukunft: auf Utopien, Dystopien, aber auch nüchterne Szenarien rund um die fortschreitende künstliche Intelligenz.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 190: Ab 25. Juni 2020 am Kiosk, im Buchhandel sowie digital erhältlich – mit dem kostenlosen Themenheft Krimi!
Geschichte wird gemacht – nur was macht sie aus den Menschen? Der Mailänder Marco Balzano (Foto: Geri Krischker/Diogenes) erzählt in „Ich bleibe hier“ bewegend über das Schicksal eines Südtiroler Dorfs zwischen Faschismus und Nationalsozialismus, Téa Obreht deutet acht Jahre nach ihrem bemerkenswerten Debüt mit „Herzland“ den Wilden Westen Amerikas im 19. Jahrhundert neu; und Birgit Birnbacher zeigt nach dem Gewinn des Bachmannpreises 2019 in „Ich an meiner Seite“, dass sie mit klarer und nüchterner Sprache meisterhaft Spannung mit Kapriolen aufzubauen versteht.
Mit ihren poetisch-bildhaften Texten hat Yrsa Daley-Ward zuerst auf Instagram ihr Publikum gefunden, die deutschsprachigen Erzähldebüts des Frühjahrs heben hingegen draußen in der echten Welt auf Berge, über die Wolken und zu den Sternen ab. Außerdem haben wir die Neuerscheinungen zum 50. Todestag von Paul Celan gelesen und mit drei Gewinner/innen des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2020 darüber diskutiert, ob und wie wichtig ein Happy End ist.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 189: Ab 8. April 2020 am Kiosk, im Buchhandel sowie digital erhältlich!
Vorerst nur digital: Wir möchten mit Buchkultur „Schön & Gut“ uns allen diesmal bewusst machen, dass auch die kleinen, manchmal einfachen Dinge des Lebens aufmuntern, beleben und inspirieren können. Der Däne Frank Egholm führt unaufgeregt und sachkundig in die Kunst des Vogelschnitzens ein, eine Pariser Korbmacherin zeigt, wie Fahrradkörbe, Blumenampeln oder Lampenschirme geflochten werden, und eine portugiesische Künstlerin erklärt detailreich die spannende Arbeit mit Acrylfarben.
Um die Kraft, die wir aus der Natur, den Bergen und aus dem Wald schöpfen, geht es in unserer Einstiegsgeschichte. Wir sprechen über Kraftorte, die vor unserer Haustüre liegen. Viele Menschen entdecken schon seit einiger Zeit das Landleben für sich, das zählte lange als rückständig und nicht sonderlich cool, doch gerade jetzt schätzt man die Ruhe und Beschaulichkeit. Und wenn man schon verreisen möchte: auch hier achten immer mehr auf ihren Co2-Abdruck und den Schutz unserer Erde. Höchste Zeit für uns, Ihnen die Bücher dazu vorzustellen!

Die nächste Ausgabe vom Magazin Buchkultur erscheint am 8. April!
Global bemerkbar und beunruhigend: Die österreichische Philosophin Lisz Hirn (Foto: Harald Eisenberger) untersucht klug in „Wer braucht Superhelden“ bewusst ohne Fragezeichen das wieder steigende gesellschaftliche Bedürfnis nach Superhelden, Josef Haslinger setzt den Schritt und erzählt in „Mein Fall“ ohne fiktionales Netz und doppelten Boden seine Missbrauchsgeschichte im Klosterinternat; und auch Valerie Fritsch schreibt mit „Herzklappen für Johnson & Johnson“ ein Buch über Abwesenheiten und dem „Mensch als Produkt der Familiengeschichte, der keinen Schmerz mehr hat, als wäre alles aufgebraucht.“
Aktuelle Romane zu den Schwerpunkt-Themen Kindheit und Schwestern spannen den zeitlichen Bogen von der Nachkriegszeit bis in die 1980er-Jahre, Jonathan Coe erklärt uns den Brexit, und weil Bargeld allein nicht unglücklich macht, stellen wir Bücher rund um den 70. Geburtstag der Kreditkarte vor.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 188: Ab 13. Februar am Kiosk, im Buchhandel sowie digital erhältlich!