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Ausgaben, die älter als 2 Jahre sind, sind vollständig als PDF verfügbar.
Nicht nur geografisch, sondern auch sprachlich und kulturell zeichnet sich Elisa Shua Dusapin (Illustration: Jorghi Poll) durch Grenzerfahrungen aus: In ihrem zweiten Roman auf Deutsch »Die Pachinko-Kugeln« beobachtet sie mit präzisem Blick für zwischenmenschliche Signale eine Französin, die sich in Japan auf Besuch bei den Großeltern – die aus Korea dorthin migriert sind – nur bedingt willkommen fühlt; Mohamed Mbougar Sarr überzeugt mit einem lyrischen und komplex aufgebauten Page-Turner, der trotz aller Kritik am Literaturbetrieb eine wunderschöne Ode an die Literatur darstellt; und Elfriede Jelinek legt mit »Angabe der Person« einen knapp 200-seitigen Furor vor – eine Abrechnung mit der Gesellschaft, dem Kapital, aber auch mit sich selbst.
Was Pop- und Rocktexte mit Lyrik und Literatur zu tun haben, versuchen wir anhand neuer Buchtitel von Bob Dylan und Patti Smith zu klären; ungeklärt und trotzdem faszinierend sind die Fragen der menschlichen Existenz im Universum, denen Sachbuch-Neuerscheinungen auf den Grund gehen. Und warum Nachdenklichkeit im Alltag viel mehr als nur Achtsamkeit bedeuten kann, bringen einladende Philosophiebücher durch die Jahrhunderte von Mark Aurel bis Woo-kyung Ahn auf den Punkt.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 205 mit 32 Seiten Junior extra: Ab 2. Dezember am Kiosk, im Buchhandel sowie digital erhältlich – und natürlich auf shop.buchkultur.net!
Von den ersten neugierigen Schritten ins Leben bis zur unglücklichen Teenagerliebe: Buchkultur Junior stellt pünktlich vor Weihnachten wieder Neuerscheinungen zu jenen Themen, die junge Menschen umtreiben, vor. Das 32 Seiten starke Heft zeichnet sich durch die sorgfältige redaktionelle Auswahl und Vielfalt aus – unser Redaktionsteam hat einen weitgestreuten, aktuellen Überblick quer durch die Themenwelten Familie, Freundschaft, erste Liebe, Sorgen und Probleme, Fantasy, Diversität, Krimi und Wissen zusammengetragen.
Was uns dabei wichtig war: eine ausgewogene Balance zwischen ernsten und humorvollen Herangehensweisen zu finden. Bücher für heranwachsende Menschen sollen zwar zum Nachdenken anregen und vielleicht sogar lehrreich sein, in erster Linie jedoch den Kindern Spaß machen, und sie vielleicht sogar für sich einnehmen.

Erhältlich ab 15. November bei Thalia Österreich und über 180 weiteren österreichischen Buchhandlungen sowie ab 2. Dezember als Beilage von Ausgabe 205 vom Magazin Buchkultur!
Der Bücherherbst im Zeichen der schwarzen Romantik: Passend zum 125. Geburtstag von Bram Stokers »Dracula« (Illustration: Anna Frohmann) zelebrieren erfreulich viele Veröffentlichungen das Dunkle, Unterschlagene und Verfemte – wir präsentieren in unserer Coverstory eine Auswahl besonders lohnender Lektüren; erst vor 80 Jahren erblickte hingegen der ungarische Autor Péter Nádas das Licht der Welt, von dem zum runden Jubiläum zeitgleich der linguistisch überwältigende wie feingewobene Roman »Schauergeschichten« und ein Band mit Essays über Musik, Fotografie und Literatur erscheinen; und Lena Andersson berichtet in »Der gewöhnliche Mensch« von einer typischen schwedischen Familie, deren Ideale der Solidargemeinschaft mittels Wohlfahrtsstaat zunehmend infrage gestellt werden.
Vier Neuerscheinungen am Sachbuchmarkt arbeiten die Sklaverei als eine der schauerlichsten Begleiterscheinungen der menschlichen Zivilisationsgeschichte auf, Gu Byeong-mo legt mit ihrem Thriller »Frau mit Messer« den Finger in die Wunden der scheinbar perfekten Gesellschaft in Südkorea. Außerdem stellen wir die längst überfällige Streitschrift von Fabian Burstein zur Krise der österreichischen Kulturlandschaft vor. Und: Wie geht es nach Corona mit der zunehmend lauter werdenden politischen Verdrossenheit weiter?

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 204: Ab 14. Oktober am Kiosk, im Buchhandel sowie digital erhältlich – und natürlich auf shop.buchkultur.net!
32 Seiten vollgepackt mit essentieller aktueller Literatur aus der Alpenrepublik: Heinrich Steinfest (Illustration: Anna Frohmann) stellt mit seinem dieser Tage erscheinenden neuen Roman »Der betrunkene Berg« einmal mehr seine unaufdringliche und deshalb völlig überzeugende Zugeneigtheit den Menschen gegenüber unter Beweis. Mit Untergangsszenarien von apokalyptisch schöner Gewalt hingegen, voller Poesie und Schrecken, Mythen und Märchen schreibt Tanja Raich in »Schwerer als das Licht« das Ende der Menschheit herbei.
Und Lydia Steinbacher richtet in »Wolgaland« den literarischen Blick vielversprechend, mit großem Gefühl für Wort und Klang, auf die kaum abgehandelte Geschichte der Russlanddeutschen. Außerdem: Mehrere Bücher begegnen der spät zu Ruhm gekommenen und 2014 verstorbenen Malerin Maria Lassnig neu.

Das kostenlose Sonderheft ab 27. September bei Thalia Österreich und über 180 weiteren österreichischen Buchhandlungen sowie ab 14. Oktober als Beilage vom Magazin Buchkultur Nr. 204 – und hier als Download.
Literatur als Bollwerk gegen die Zumutung des Todes: Thomas Stangl (Illustration: Anna Frohmann) hat mit »Quecksilberlicht« einen grenzüberschreitenden Organismus geschaffen, eine entkörperlichte und überzeitliche Erfahrung, die sich nicht um Logik oder Naturgesetze scheren muss; Anna Kim erzählt in »Geschichte eines Kindes« authentisch und ungeschönt die bedrückende Geschichte von der Vermessung eines Menschen, während Leona Stahlmann poetische Naturbeschreibungen mit pfiffiger Gesellschaftskritik verbindet; und Shelly Kupferberg rekonstruiert in ihrem bewegenden Debütroman die Geschichte ihres Urgroßonkels, dessen schwindelerregender Karriere in die Beletage Wiens die Nazis 1938 ein jähes Ende setzten.
Dass Flucht und Migration weniger Ausnahmesituation als unabschüttelbarer Begleiter der Gesellschaft im 21. Jahrhundert sind und sein werden, zeigen acht sehr unterschiedliche Neuerscheinungen. Schon 1923 war vielleicht das wildeste Jahr der Weimarer Republik: Wir blicken mit zeitlichem Vorsprung und aktuellen Sachbüchern auf ein Deutschland vor 100 Jahren, bis zur Handlungsunfähigkeit überschuldet, zurück. Und Joan Didion, die 2021 verstorbene Begründerin des New Journalism, wurde endlich neu übersetzt: Wir stellen die Essentials vor.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 203: Ab 26. August am Kiosk, im Buchhandel sowie digital erhältlich – und natürlich auf shop.buchkultur.net!
Reisen, was war das noch mal? Das Aufbrechen in ferne, unbekannte, unerforschte Gefilde? Wir stellen sieben neue Bücher über das historische Verreisen (Illustration: Jorghi Poll), Wagemutige und männliche wie weibliche Vorreiter der privaten wie politischen Welterkundung vor; Autor Wolfram Lotz hat hingegen 2018 für ein Jahr seinen Alltag in einem kleinen Dorf historisiert und Tagebuch geführt, dann genervt alles gelöscht und aus einem gerettetem Dateidokument doch noch den knapp tausendseitigen Großroman „Heilige Schrift I“ destilliert; und die Amerikanerin Maggie Shipstead spannt in „Kreiseziehen“ erzählerisch einen großen Bogen von den Tagen der fliegenden Pionier/innen in unsere Gegenwart.
Debatten über radikal neue Sichtweisen auf die Geschichte, über das weitverbreitete Desinteresse an Naturwissenschaften und überhaupt die oft prekäre Lage an den Universitäten – wir beleuchten Neuerscheinungen zum Stand der Dinge in der Welt der wissenschaftlichen Forschung. Außerdem stellen wir pünktlich zum Schulende die beste Ferienlektüre für (angehende) Teenager vor.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 202 mit 32 Seiten extra „Krimi Spezial“ als Beilage - ab 17. Juni überall dort, wo es gute Zeitschriften gibt und als App!
Es wird wieder hitzig ermittelt: Zeitgleich mit Ausgabe 202 des Magazins erscheint am 17. Juni 2022 das Buchkultur-Sonderheft „Krimi“. Neben den noch geheimen Top Ten-Krimis für den Sommer, die von unserer Jury aus 15 Krimispezialist/innen ermittelt wurde, folgen wir weiblichen Ermittlerinnen in der Krimigeschichte, werfen einen Blick darauf, analysieren die ungewöhnlichsten Opfer der Kriminalliteratur und stellen Ihnen als Leser/in im Psychotest die entscheidenden Fragen: Welcher Opfertyp sind Sie?
Außerdem erklären wir den aktuellen Hype um „Southern Noir“, dem Genre des „beeindruckenden Großprojektes der amerikanischen Selbstanalyse, die bis zur Selbstzerfleischung gehen kann“ (Thomas Wörtche). Illustration: Jorghi Poll.

Sie erhalten das 32-seitige Buchkultur-Sonderheft „Krimi“ als Beilage von Ausgabe 202 sowie digital auf buchkultur.net. Zusätzlich liegt das Heft schwerpunktmäßig bei Thalia Österreich sowie zahlreichen Krimibuchhandlungen im deutschsprachigen Raum auf und wird in den Wiener Freibädern verteilt.
Er will nicht weniger als die Sprache dekolonialisieren: Fiston Mwanza Mujila, Grazer Schriftsteller aus Lubumbashi im Kongo, sieht sich in der Tradition der legendären Gruppe 47 und legt mit »Tanz der Teufel« seinen zweiten, vor surrealer Subjektivität strotzenden Roman vor; Mareike Fallwickls »Die Wut, die bleibt« erzählt kraftvoll von wortwörtlichen Befreiungsschlägen und dem Anspruch, nicht länger der familiären Selbstausbeutung ohnmächtig zuzusehen; und der welterste postmoderne Kriminalroman, Umberto Ecos »Der Name der Rose«, erscheint zum Vierziger in einer neuen Prachtausgabe.
Die Frage nach dem guten Leben ist zeitlos: Wir gehen der Suche nach der perfekten Welt aktuell und historisch nach. Außerdem unterziehen wir die bemerkenswerten Debütromane von Mirjam Wittig, Noemi Somalvico, Eva Raisig und Yara Nakahanda Monteiro einer akribischen Betrachtung und stellen auf 14 Seiten Junior die herausragenden Frühjahrsneuerscheinungen im Kinder- und Jugendbuchbereich vor.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 201 – mit 32 zusätzlichen Seiten Buchkultur Schön & gut. Ausgabe 202 erscheint am 17. Juni.
Was bedeutet Verzicht für Sie? Das diesjährige Buchkultur-Sonderheft »Schön & gut« widmet sich dem Trend zum »Weniger« – und der muss keineswegs reine Askese bedeuten: Wer auf den Überfluss verzichtet, sieht das Wesentliche besser, meint etwa Extrem-Minimalist Joachim Klöckner. Und so finden Sie auf 32 Seiten inspirierende Frühlingstitel: Bücher, die das Grün zurück in die Stadt bringen, die neue Ernährungsweisen präsentieren und uns auf Reisen begleiten.
Dazu wie immer: sorgfältig ausgewählte Neuerscheinungen zu den Themenbereichen Mode, Lebenskunst und Kreativität. Feiern Sie mit uns die Liebe zu Detail und Ästhetik – und zu den schönen Büchern, die das gute Leben begleiten!

Buchkultur »Schön & gut« erhalten Sie ab 5. April 2022 kostenlos im österreichischen Buchhandel sowie als Beilage von Ausgabe 201 von Buchkultur, die am 8. April erscheinen wird.
Alexander Kluge feiert seinen 90. Geburtstag und ist nach wie vor hochproduktiv: Wir sprechen mit dem vielseitigen Intellektuellen über seine vier neuen Bücher, die Gegenwärtigkeit von Erinnerung und über die Mauerdurchbrüche zur Zukunft (Illustration: Jorghi Poll); Die Geschichte jener Mauer, die seit 1989 bereits durchbrochen ist, wird bis heute meist vom Westen her erzählt – wir beleuchten andere Perspektiven in vier Neuerscheinungen; und Nadire Biskin berichtet in ihrem vielschichtigen Debüt „Ein Spiegel für mein Gegenüber“ über die sozialen Zusammenhänge und das Erwachsenwerden einer jungen Frau zwischen Bucak in der Türkei und dem gegenwärtigen Berlin.
Außerdem im Heft: Neuübersetzungen und -ausgaben würdigen das Werk Jack Kerouacs und Allen Ginsbergs, und wir feiern die 200. Ausgabe Buchkultur! Dazu haben wir uns Gedanken über einen zeitgenössischen Kanon gemacht und über die 21 wichtigsten Bücher abgestimmt, die das 21. Jahrhundert mit ihrem Erscheinen in diesem bisher geprägt haben. Zudem steht die Redaktion steht Rede und Antwort: Was macht gute Literatur aus? Mit dabei: Eine Zeitleistenreise, die zeigt, wie wir wurden, was wir sind.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 200: Ab 11. Februar 2022 am Kiosk, im Buchhandel sowie digital erhältlich!