Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern: Mit ihrem Debütroman ist Julia Jost (Illustration: Jorghi Poll) Großes gelungen. Darin hebt die heute in Wien und Berlin lebende Autorin das boomende Genre der Autofiktion auf eine neue Ebene und nimmt als vermeintlich 12-Jährige mit einzigartiger sprachlicher Eloquenz die Erwachsenen genüsslich auseinander; spät wiederum erreichen die Werke der 2015 verstorbenen argentinischen Schriftstellerin Aurora Venturi den deutschen Sprachraum, die durch ironische Härte und unverschämten Inhalt beeindrucken; und Tom Saller widmet sich in »Ich bin Anna« erstmals seinem eigentlichen beruflichen Sujet: Anna und Sigmund Freud und der Psychoanalyse.
Irre sein ist menschlich, das zeigen auch 100 Jahre nach Freud eine Handvoll neuer Romane und Übersetzungen, die die Psychiatrie und verschobene Weltwahrnehmungen in den Blick nehmen. Außerdem: Michael Schnepf lädt in seinem Büchertisch auf weitscheifend-verblüffende 10 Reisen um die Welt ein, und bei der Premiere der neuen Schwerpunkt-Rubrik »Eingekreist« halten wir Vorschau auf die literarisch-zeitgeschichtlichen Themen des Jahres 2024.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 212: Ab 16. Februar am Kiosk, im Buchhandel sowie digital erhältlich – und natürlich auf shop.buchkultur.net!
Von den ersten neugierigen Schritten ins Leben bis zur unglücklichen Teenagerliebe: Buchkultur Junior stellt pünktlich vor Weihnachten Neuerscheinungen zu jenen Themen, die junge Menschen umtreiben, vor. Das 32 Seiten starke Heft zeichnet sich durch die sorgfältige redaktionelle Auswahl und Vielfalt aus – unser Redaktionsteam hat auch für 2023 einen weitgestreuten, aktuellen Überblick quer durch die Themenwelten Familie, Freundschaft, erste Liebe, Sorgen und Probleme, Fantasy, Diversität, Krimi und Wissen zusammengetragen.
Was uns dabei wichtig war: eine ausgewogene Balance zwischen ernsten und humorvollen Herangehensweisen zu finden. Bücher für heranwachsende Menschen können zum Nachdenken anregen und vielleicht sogar Wissen vermitteln, sollen in erster Linie jedoch den Kindern Spaß machen und sie für sich einnehmen.

Erhältlich ab 14. November bei Thalia Österreich und über 180 weiteren österreichischen Buchhandlungen, als PDF-Download  sowie ab 1. Dezember als Beilage von Ausgabe 211 vom Magazin Buchkultur!
Erstmals erscheinen ihre Gedichte auf Deutsch: Die 2019 verstorbene Mary Oliver (Illustration: Jorghi Poll) war eine Verfechterin von Demut und Dankbarkeit, jetzt gehört sie zu den meistgelesenen amerikanischen Lyrikerinnen der Gegenwart, Splitter ihrer Texte zieren inspirational memes und digitale Pinnwände; Joanna Bator besticht mit einem großem Roman über vier Generationen von Frauen im polnisch-deutschen Grenzland und verwebt Tradition und Moderne auf unnachahmliche Weise; und Mönche mögen’s heiß: 750 Jahre hat es gedauert, bis der bekannteste Roman Japans erstmals ins Deutsche übersetzt wurde. Ein weiteres, bis es zum zweiten Mal geschah ­– wir haben das »Heike Monogatari« wiedergelesen.
Von den Fesseln fünf individueller Frauen aus unterschiedlichen Zeiten, über Künstler und die Frage, was Leben mit dem Werk zu tun hat und vice versa, bis zu Bildbänden zu Autor/innen-Leben: Wir schauen in die Leben der anderen – was können aktuelle Biografien? Und: Wir haben die Schatzkiste für das kommende Weihnachtsfest sorgfältig befüllt – ausgewählte Tipps für Büchermenschen zu Kulinarik, der Liebe zu den Büchern, aber auch Schnee(traum)welten finden Sie in einer Sonderstrecke »Schön & gut«.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 211 mit 32 Seiten extra »Junior«: Jetzt am Kiosk, im Buchhandel sowie digital erhältlich – und natürlich auf shop.buchkultur.net! Ausgabe 212 erscheint am 16. Februar 2024.
Österreich, seine Bücher und Literatur: Wir widmen der Alpenrepublik wieder ein Sonderheft! Ist Laura Freudenthaler eine politische Schriftstellerin geworden? Die Salzburgerin (Illustration: Jorghi Poll) verwebt im verstörenden neuen Buch »Arson« Klimakatastrophe, Depression und Schlaflosigkeit und mischt Elemente aus den Vorgängerromanen auf jeden Fall in einer radikal anderen Form. Die slowensiche Kärntnerin Maja Haderlap legt mit »Nachtfrauen« nach zwölf Jahren endlich einen zweiten, stimmungsreichen und poetischen Roman vor, und Ilija Trojanow bricht anlässlich von »Tausend und ein Morgen« (S. Fischer) eine Lanze für die Utopie.
Außerdem: Die Buchlandschaft in jedem einzelnen von Österreichs neun Bundesländern ist bunter und vielfältiger denn je – man muss nur genau hinsehen, dem wir nachgekommen sind: Daher erhält jedes davon nun auch seine eigene regionale Seite im Sonderheft Österreich.

Das kostenlose Sonderheft gibt es ab 26. September bei Thalia Österreich, in über 180 weiteren österreichischen Buchhandlungen und als Download auf buchkultur.net – sowie ab 13. Oktober als Beilage von Magazin Buchkultur Ausgabe 210.
In »Lichtspiel« verhandelt Daniel Kehlmann (Illustration: Jorghi Poll) auf überzeugende Weise nicht nur grundsätzliche Fragen zur Rolle von Kunst in totalitären Systemen, sondern auch zur Rolle des Einzelnen in einer Gruppe, die nach spezifischen Regeln funktioniert; Navid Kermani begibt sich in »Das Alphabet bis S« ohne Scheu auf die zutiefst menschliche Ebene einer trauernden Frau; und Adéle Rosenfeld debütiert in »Quallen haben keine Ohren« mit seltener Sprachschönheit aus der Stille, die manchmal beredter ist als ihr Gegenteil. Dazu: Wo beginnt der Schambereich und wo endet er? Wir präsentieren fünf Neuerscheinungen, die uns unsere Scham vor Augen führen – ob wir nun erröten oder auch nicht.
Im Themenspezial »Wie viel dürfen wir hoffen?« denken wir auf sechs Seiten über die Zukunft nach: Zwischen Angst und Hoffnung, zwischen Utopie und Dystopie, zwischen Fiktion und Sachbuch bewegen sich dabei die vorgestellten Titel. Mehr als eine Utopie: Toni Morrisons Erstling »Sehr blaue Augen« wird neu übersetzt aufgelegt und stößt mehr als 50 Jahre nach seinem Erscheinen vielleicht endlich auf breites Verständnis. Und: Kinderbuch-Illustratorin Anke Kuhl im Interview über den Tod und die woke Schere im Kopf.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 210: Jetzt am Kiosk, im Buchhandel sowie digital erhältlich – und natürlich auf shop.buchkultur.net!
Wenn die (vermeintliche) Liebe das Leben zur Hölle macht: Terézia Moras »Muna oder Die Hälfte des Lebens« markiert in erschütternder und sprachlich exzellenter Form den Auftakt einer neuen Roman-Trilogie, in dem die in der DDR unter schwierigen Verhältnissen aufgewachsene Protagonistin in fatale emotionale Abhängigkeit von Lehrer Magnus gerät (Illustration: Jorghi Poll); Moshtari Hilal geht in ihrem mehrdimensionalen Essayband »Hässlichkeit« mittels Fotocollagen und Skizzen schonungslos der Diktatur einer genormten Körperästhetik nach; und mehrere Neuerscheinungen fordern den gesellschaftlichen Status quo heraus und widmen sich in diesen Tagen der Frage, was Protest leisten kann und weshalb wir ihn trotz aller Unstimmigkeiten brauchen.
Zusätzlich in der neuen Buchkultur: Drei bemerkenswerte Debüts bringen uns die verschleiert und drangsaliert wirkende Kultur des Iran näher, und zum Gastlandauftritt Sloweniens auf der Frankfurter Buchmesse wird die bisher umfangreichste Anthologie mit Lyrik aus dem Land auf Deutsch veröffentlicht. Außerdem: Rund um den 50. Todestag der Kärntner Dichterin und Autorin Christine Lavant am 7. Juni erscheinen neue Biografien und rekontextualisierte Gedichtbände – ihr Werk wirkt noch heute als beeindruckender Rausch: mehr als 1700 Gedichte und 1200 Seiten Prosa verfasst Lavant von 1946 bis Ende der 1950er Jahre.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 209 – jetzt überall, wo es gute Zeitschriften gibt und auf shop.buchkultur.net!
Horror überall und kein Ausweg: Zeitgleich mit Ausgabe 208 des Magazins erscheint am 16. Juni 2023 das Buchkultur-Sonderheft »Krimi«! Neben den noch geheimen Top Ten-Krimis für den Sommer, die von unserer Jury aus 14 Krimispezialist/innen ermittelt wurde, unternehmen wir einen Streifzug durch die dritten Jahre jeder Dekade der Kriminalliteratur seit 1923, zeigen Neues aus der alten Welt der Krimiserien und berichten von kleinen Gaunern und großen Detektiven in den Kinderkrimis dieses Frühjahrs.
Außerdem längst fällig: ein Porträt des Schweizer Autors Joël Dicker, der mit seinem neuesten Werk »Die Affäre Alaska Sanders« die Trilogie um den Schriftsteller Marcus Goldman vollendet. (Abbildung: Shutterstock)
Sie erhalten das 32-seitige Sonderheft als Abobeilage von Ausgabe 208 sowie digital auf buchkultur.net. Zusätzlich liegt das Heft schwerpunktmäßig bei Thalia Österreich sowie zahlreichen Krimibuchhandlungen im deutschsprachigen Raum auf und wird in den Wiener Freibädern verteilt.
Buchkultur 208 im Zeichen von Sommer, Sonne, Strand: Das Leben und der Zustand dieser Welt sind unterm Jahr an sich deprimierend genug, in den Ferien darf der Mensch Eskapismus – wir greifen dafür zu den vielversprechendsten neuen Kurzgeschichten und stellen in der Titelstory (Illustration: Jorghi Poll) die gelungensten zwischen Überraschung und Experiment vor; die Kalifornierin Nell Zink beschäftigt sich in ihrem Roman »Avalon« mit der Frage, wie man aus ärmlichen Verhältnissen kommend kreativ tätig werden kann in einer Welt, die nur auf Gewalt, Kitsch und Erfolg ermutigend zu reagieren scheint; und Thomas Ballhausen stellt anhand von drei Neuerscheinungen fest, dass Science Fiction immer noch politisch alert und künstlerisch relevant sein zu vermag.
Außerdem in der neuen Buchkultur: Mit dem 17. Juni jährt sich der Volksaufstand in der DDR zum 70. Mal, zu diesem Anlass widmen sich mehrere Bücher der Geschichte der Diktatur sowie dem Blick von Ost und West auf den jeweils anderen; und anlässlich der Neuausgabe der »Sirenen des Titanen« in der Übersetzung von Harry Rowohlt haben wir Kurt Vonnegut und seine Sci-Fi, die keine war, wiedergelesen.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 208 mit dem Sonderheft »Krimi« im Gepäck – jetzt überall, wo es gute Zeitschriften gibt und auf shop.buchkultur.net! Ausgabe 209 erscheint am 25. August 2023.
Das Sonderheft »Schön & gut« lädt rechtzeitig zum Frühlingsbeginn wieder dazu ein, sich von ausgewählten schönen Büchern inspirieren zu lassen: Ob Sie nun auf der Suche nach Motivation sind, um mit Yoga oder Joggen anzufangen, sich an die japanische Küche heranwagen wollen oder einfach nur Einblicke in die Schreibwelten von Hermann Hesse bis zu Sylvia Plath nehmen möchten: Tauchen Sie ein in die Welt der schönen Bücher! Das Haus, das das Cover ziert, erbaute Hermann Hesse übrigens höchstpersönlich – mit freundlicher Genehmigung der Besitzerin durften wir das Foto von Martin Maier verwenden.
Dazu wie immer: sorgfältig ausgewählte Neuerscheinungen zu den Themenbereichen Mode, Lebenskunst und Kreativität. Feiern Sie mit uns die Liebe zu Detail und Ästhetik – und zu den schönen Büchern, die das gute Leben begleiten!

Buchkultur »Schön & gut« erhalten Sie ab 28. März 2023 kostenlos im österreichischen Buchhandel sowie als Beilage von Ausgabe 207 von Buchkultur, die am 14. April erscheinen wird.
Die Zeugnisse untergegangener Reiche und toter Sprachen können in Archiven schlummern oder dem kollektiven Vergessen anheimfallen, allerdings auch unter der Lavaschicht eines Vulkans überdauern: Eugen Ruge (Illustration: Jorghi Poll) lotet in seinem neuen Roman »Pompeji« die historische Wahrheit dessen Ausbruches aus und läßt unterschiedliche Interessen und Ideologien faszinierend aufeinander prallen; dem Hype um Künstliche Intelligenz ist aufgrund von ChatGPT derzeit nicht zu entkommen – neue Sachbücher thematisieren die entsprechenden Utopien wie Dystopien dazu; außerdem werfen wir einen Blick auf literarische Schreibpraxen, von Judith Hermann bis Raoul Schrott: wie schreiben über das Schreiben, wenn man so tief drinsteckt?
Ebenfalls in der neuen Buchkultur: Wir schauen uns an, was das Gastland Österreich mit seiner kleinteiligen Verlagslandschaft nicht nur auf der Leipziger Buchmesse, sondern überhaupt und prinzipiell literarisch auf die Beine stellen kann, und präsentieren auf 12 Sonderheiten die interessantesten Neuerscheinungen im Kinder- und Jugendbuchbereich, von Comics bis hin zu den Sorgen der »Last Generation«.

Das alles und noch viel mehr in Buchkultur 207 mit dem Sonderheft »Schön & gut« im Gepäck – ab 14. April überall, wo es gute Zeitschriften gibt und auf shop.buchkultur.net!