Von 20.–24. Oktober geht die Frankfurter Buchmesse über die Bühne, das große Zittern im Vorfeld dürfte ein Ende haben.
 
Ganz sieht es so aus, als könne die 73. Frankfurter Buchmesse wie geplant stattfinden. Auch wenn die Branche einigermaßen glimpflich aus der Krise gekommen ist – dem Vergleich zum Jahr 2019 hält etwa die Belletristik beinahe stand, 0,7 Prozent hinkte sie hinterher, die Reisebücher traf es mit einem Minus von 33,6 Prozent am stärksten – so hat sie die auf sie gelenkte Aufmerksamkeit dieses Jahr durchaus nötig. Aus mehr als 60 Ländern haben sich dieses Jahr Verlage, Unternehmen und Agenturen zur Messe angemeldet, ein großer Teil des Programms ist zwar vor Ort sowie in der ganzen Stadt geplant, wenn auch ähnlich wie letztes Jahr erweitert um „digitale und hybride Programmangebote“. Für Sicherheit wird gesorgt sein: Der Zutritt auf das Messegelände wird in diesem Jahr dem 3G-Prinzip unterliegen, zudem sind ausschließlich personalisierte Tagestickets mit Vorregistrierung erhältlich und höchstens 25.000 Besucher/innen auf dem Gelände zugelassen.


Das Programm

Veranstaltungen wie die „Frankfurt Conference“, Masterclasses und „The Hof“ finden bereits digital im Vorfeld zwischen 11. und 15. Oktober statt, die Vergaben des Deutschen Buchpreises am 18. Oktober und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, der dieses Jahr am 24. Oktober an Tsitsi Dangarembga überreicht wird, bilden einen feierlichen Rahmen für die Großveranstaltung.

Weitere Programmhighlights während der Messe finden etwa auf ARD-Buchmessenbühne unter dem Motto „Wie wollen wir leben? Unsere Bühne für die Zukunft“ statt, so wird es hochkarätig besetzte Talks zu den viel diskutierten Themen wie Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Diversität, Wohnen und Arbeiten sowie Bildung und Digitalisierung geben. Auftreten werden dort u.a. Alina Bronsky, Jenny Erpenbeck, Julia Franck, Prof. Dietrich Grönemeyer, Carolin Kebekus, Joey Kelly und Edgar Selge. Auch der oder die frisch gebackene/r Gewinner/in des Deutschen Buchpreises wird in der ARD Buchmessennacht am 22. Oktober hier zu Gast sein.

Für gute Unterhaltung sorgt auch das BOOKFEST city in der Frankfurter Innenstadt, in Hotels, Bars und Kulturinstitutionen bei mehr als 50 Events rund um die Buchmesse. An den Publikumstagen, Freitag bis einschließlich Sonntag, finden die Literatur-Veranstaltungen des „Frankfurt Studio Festival“ statt. Die Frankfurter Buchmesse und das Magazin Buchjournal streamen für Leser*innen an drei Tagen Beiträge zu wichtigen Neuerscheinungen live aus dem Studio des Messegeländes.

Die Kurt Wolff Stiftung organisiert in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse die Leseinsel der unabhängigen Verlage. In über siebzig Veranstaltungen präsentieren Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Neuerscheinungen. 

„Singular Plurality“

Präsent sein werden in Frankfurt mit Länderständen die Regionen Nordamerika, Lateinamerika und Asien sowie die großen europäischen Buchmärkte, darunter Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Skandinavien und Mittel- und Osteuropa.

Unter dem Motto „Singular Plurality – Singulier Pluriel“ plant Kanada, Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, den physischen Ehrengast-Pavillon im Forum, Ebene 1. Parallel entsteht ein hybrides Programm, in das zahlreiche kanadische Autor/innen, Illustrator/innen und Künstler/innen eingebunden sind. Englischsprachige und frankophone Verlage aus Kanada werden ebenfalls mit Gemeinschaftsständen in den Messehallen erwartet.

Auch sonst gibt es ein buntes Programm auf diversen Bühnen vor Ort, und zahlreiche Autor/innen haben sich bereits angekündigt: Johanna Adorján, Bülent Ceylan, Elke Heidenreich, Prof. Dietrich Grönemeyer, Daniela Krien, Janina Kugl, Helen MacDonald, Eva Menasse, Emine Sevgi Özdamar, Sven Regener, Edgar Selge, Colm Tobín, Aminata Touré und viele andere werden ihre Neuerscheinungen auf der Messe präsentieren.


Buchkultur-Medienkooperation:

Frankfurter Buchmesse
20. bis 24. Oktober 2021
Infos und das gesamte Programm unter: www.buchmesse.de