14.06.2019
  • SALZ über Thomas Bernhard
  • SALZ, die Zeitschrift für Literatur, hat aus Anlass des 30. Todestages von Thomas Bernhard eine Ausgabe über den einst in Österreich meist umstrittenen Autor zusammengestellt. Längst ist der Streit einer ruhigen, vor allem bewundernden Anerkennung gewichen. Zeil der Ausgabe ist es, einen Blick von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, der etwas Neues aufscheinen lässt, sowohl in Zustimmung als auch in Ablehnung, zu schaffen sowie konkrete Fragen des eigenen Schreibens in der Auseinandersetzung mit Bernhards Texten zu stellen.

    So versammelt das neue SALZ erste Ausschnitte aus der Graphic Novel „Der Keller“ gezeichnet von Lukas Kummer und Texte u.a. von Barbi Marković und Michael Stavarić, Alois Brandstetter, Bodo Hell und Kurt Palm.

    Präsentiert wird das Heft am Dienstag, den 18. Juni, um 19.30 im Literaturhaus Salzburg. Linda Stift liest ihren Text „Die Abwesenheit“, in dem sichtbar wird, wie sich die Sprache Bernhards in die Wahrnehmung einschreibt, selbst wenn seine Bücher verschwunden sind.

    Eintritt ist frei!

13.06.2019
  • Leserstimmen-Preis an Melanie Laibl
  • Der Büchereiverband Österreichs lobt jedes Jahr die „LESERstimmen – Der Preis der jungen LeserInnen“ aus – tausende Stimmen von Kinder und Jugendlichen aus ganz Österreich haben nun ihre Wahl getroffen: Die Wienerin Melanie Laibl, die mit „So ein Mist“ auch das Wissenschaftsbuch des Jahres in der Kategorie „Junior“ geschrieben hat, wurde dabei für ihr Kinderbuch „Verkühl dich täglich“ (Mixtvision, mit Illustrationen von Susanne Göhlich) ausgezeichnet und erhält damit verbunden auch 5.000 Euro an Preisgeld.

    Für den LESERstimmen-Preis nominiert waren in diesem Jahr Bücher von Tanja Fabsits, Renate Habinger, Heinz Janisch, Irmgard Kramer, Melanie Laibl, Sarah Michaela Orlovský, Verena Petrasch, Willy Puchner, Michael Roher, Elisabeth Steinkellner, Julie Völk und Linda Wolfsgruber. Sie alle präsentierten ihre Werke bei rund 150 Lesungen, Schreib- und Illustrationsworkshops und Gesprächsrunden für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre in ganz Österreich.

    Weitere Informationen unter www.leserstimmen.at

11.06.2019
  • Die Bücher des nächsten literarischen Quartetts
  • Am 14. Juni hat das Stammtrio des literarischen Quartetts Volker Weidermann, Christine Westermann und Thea Dorn den Schauspieler und Autor Joachim Meyerhoff zu Gast, um vier aktuelle literarische Neuerscheinungen zu besprechen. Folgende Bücher stehen bei der Aufzeichnung vor Publikum im Rang-Foyer des Berliner Ensembles auf der Liste:

    Alina Bronsky: „Der Zopf meiner Großmutter“ (Kiepenheuer & Witsch)
    Jochen Schmidt: „Ein Auftrag für Otto Kwant“ (C.H.Beck)
    Colson Whitehead: „Die Nickel Boys“ (Hanser)
    Raymond Queneau: „Zazie in der Metro“ (Suhrkamp)

    Ausgestrahlt wird die Folge um 23 Uhr im ZDF. Übrigens: Alle vier Bücher werden auch in der kommenden Buchkultur 185 besprochen!

07.06.2019
  • Die 3. Literaturtage Steyr starten heute mit Margit Schreiner
  • Die Autorin Margit Schreiner eröffnet heute Abend um 19 Uhr die 3. Literaturtage Steyr mit einer Lesung im Rathaus, Mieze Medusa, Markus Köhle und Yasmo sorgen danach ab 21.30 Uhr für Poetry Slams mit Clubatmosphäre im röda. Neu bei der dritten Ausgabe des Festivals: Zum ersten Mal wird der Manfred Maurer-Literaturpreis im Rahmen der Literaturtage vergeben, er soll an den 60. Geburtstag und zugleich 20. Todestag des Autors erinnern. Ausgezeichnet mit dem mit EUR 1.500 dotierten Preis, der in diesem Jahr unter dem Motto „prekär“ stand, wird die 1995 in Wien geborene Autorin Mercedes Spannagel für ihren Prosatext „Durch Sauerstoffmasken atmen“ vor Marie Luise Lehner (EUR 700) und Hannah Bründl (EUR 500).

    „Mercedes Spannagel hat die Jury mit ihrer impressionistischen Darstellung einer nicht nur prekären, sondern bereits ins Hoffnungslose gekippten Situation überzeugt: zwei junge Frauen mit Migrationshintergrund, die Mutter der einen stirbt an Lungenkrebs. Mercedes Spannagel malt diese triste Situation nicht breit aus, sie wirft vielmehr kurze Schlaglichter auf Situationen und Stimmungen. Die Montage lässt dem Leser viel Platz für eigene Gefühle und Deutungen, das Prekäre offenbart sich nicht nur in dem beschriebenen Gegenstand, sondern auch in der sich Gewissheiten verweigernden Erzähltechnik“, so die Begründung der Jury, die aus 120 Einsendungen von unter 25-jährigen Autorinnen und Autoren ausgewählte.

    Das weitere Programm im Detail:

    Samstag, 8. Juni 2019

    10.30 Uhr – Matinee mit Bodo Hell
    Restaurant Bar Franz Ferdinand, Gleinker Gasse 1

    15.00 Uhr – Daniel Wisser
    16.00 Uhr – Maja Haderlap
    17.00 Uhr – Franz Schuh
    Café-Restaurant Rahofer, Stadtplatz 9
    Moderation: Sebastian Fasthuber

    18.00 Uhr – Arno Geiger
    Buchhandlung Ennsthaler, Stadtplatz 26

    20.00 Uhr – Preisverleihung Manfred-Maurer-Literaturpreis
    Lesung Xaver Bayer
    Akku, Färbergasse 5

    Sonntag, 9. Juni 2019

    11.00 Uhr – Matinee mit Kurt Palm und Hans-Peter Falkner
    Museum Arbeitswelt, Wehrgrabengasse 7

    Alle Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt statt.

06.06.2019
  • Deutschland sucht das Supersachbuch
  • Über die positiven Entwicklungen, die nur leise und in den Nebenspalten kurz erwähnt werden, wird in der Buchbarnche gern hinweg gesehen: So steigen etwa die Umsätze des Sachbuchs seit Jahren, von 2017 auf 2018 sogar um 5,5 Prozent. Auch deshalb wurde nun der Deutsche Sachbuchpreis ins Leben gerufen. Dafür soll eine Liste von acht Büchern zwei Monate lang zur öffentlichen Diskussion stehen, bevor die Sieger-Titel im Sommer 2020 bei einer Gala im Berliner Humboldt-Forum verliehen werden. Nicht ganz zufällig: Denn mit dem Deutschen Sachbuchpreis sollen relevante gesellschaftliche Fragen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden, ganz in der Tradition des großen Universalgelehrten, der dieses Jahr seinen 250. Geburtstag feiern würde. Als Gründer und Organisator des Preises für das „Wissenschaftsbuch des Jahres“ freuen wir uns über den neuen Nachbarn und die Debatten, die die ausgezeichneten Bücher mit Faktenwissen – statt Emotionen – bereichern!

    www.deutscher-sachbuchpreis.de

04.06.2019
  • Verlag und Buchhandlung des Jahres 2019 in der Schweiz stehen fest
  • Über 5000 Personen haben beim Preis des Schweizer Buchhandels online über den Verlag und die Buchhandlung des Jahres der Eidgenossen abgestimmt, nachdem eine Fachjury jeweils drei Kandidaten zur Auswahl gestellt hat: Bei den Verlagen hat sich der Zürcher Rotpunktverlag vor dem Cosmos Verlag aus Bern und Helvetiq aus Basel und Lausanne durchgesetzt, zur Buchhandlung des Jahres wurde bei der 10. Auflage des Preises Doppelpunkt in Uster vor Mattmann in Zofingen und dem Buchsalon im Kosmos Zürich gewählt.

    Bei der Buchhandlung Doppelpunkt würdigte die Jury als „die perfekte Mischung aus klassisch und charmant. Die Buchhandlung mit grosstädtischem Charme ist in Uster ein Treffpunkt für geistigen wie sozialen Austausch“, und der Rotpunkt-Verlag hat „in den letzten Jahren beibehalten, was den Verlag schon immer ausgezeichnet hat: ein anspruchsvolles Programm mit aktuellen Themen und auch jüngeren Autorinnen, das den Bogen von der Schweiz in die Welt spannt.“

03.06.2019
  • Buchkultur-Herausgeber Michael Schnepf im Interview
  • Das deutsche Buchhandels-Branchenmagazin Buchmarkt hat den Herausgeber und Mitbegründer der Buchkultur, Michael Schnepf, anlässlich von 30 Jahren Buchkultur zum Interview gebeten. Nun ist das Gespräch über die Gründung 1989, die Entwicklungen der vergangenen drei Dekaden am Buchmarkt und Zukunftspläne der Buchkultur online hier nachzulesen!

29.05.2019
  • Der Literatur-Spiegel wird zu „Spiegel Bestseller“
  • Schon Ende 2018 wurde die Erscheinungsweise des Literatur-SPIEGELs von zehn auf vier Ausgaben pro Jahr reduziert, jetzt muss er endgültig einem neuen Magazin Platz machen: Am 12. Oktober wird dem SPIEGEL stattdessen zum ersten Mal das 48 Seiten dicke Heft SPIEGEL Bestseller beiliegen, das Bücher als Gegenstand der Auseinandersetzung mit den Themen Film, Musik und einem wechselnden Spezialthema ergänzen wird. Erscheinen wird „Bestseller“ in der Folge einmal pro Quartal. Im Mittelpunkt der Berichterstattung soll in Zukunft die namensgebende SPIEGEL-Bestseller-Liste stehen, ergänzt um die Sparten Taschenbuch, Paperback, Hörbuch, DVD und Ratgeber.

28.05.2019
  • Nora Bossong erhält den Kranicher Literaturpreis
  • Zuletzt sorgte sie mit einem äußerst zeitgemäßen Lyrikband („Kreuzzug mit Hund“, erschienen bei Suhrkamp) – auch in der Buchkultur – für Begeisterung, jetzt erhält Nora Bossong den renommierten Kranichsteiner Literaturpreis, der vom Deutschen Literaturfonds vergeben wird und mit 30.000 Euro dotiert ist. „Nora Bossong schreibt Romane, Gedichte, Essays und Reportagen – und ist in all diesen literarischen Genres eindrucksvoll zu Hause. In ihrem Gedichtband ‚Kreuzzug mit Hund’ beschwört sie nicht zuletzt die europäische Idee, in ihrer literarischen Reportage ‚Rotlicht’ erforscht sie einen Bereich, zu dem Frauen keinen Zugang haben, in ihrem (im kommenden Herbst erscheinenden) Roman ‚Schutzzone’ geht es nicht nur um das ‚Zögern in vielen Abstufungen’, das das Leben einer jungen Mitarbeiterin der Vereinten Nationen in Genf bestimmt, vor allem dreht sich hier alles um eine grundsätzliche literarische Frage: ‚Sucht man sich ein Leben aus? Oder lebt man es nicht eher?’ Die Jury des Kranichsteiner Literaturpreises ist beeindruckt von der Virtuosität und literarischen Klugheit dieser 1982 in Bremen geborenen, in Berlin lebenden Autorin“, jubiliert die Jury nicht unbegründet.

    Für den Kranicher Literaturförderpeis wurden Helene Bukowski, Karoline Menge und Deutschen Haus der New York University erhält der in Berlin lebende Autor Jan Brandt – mehr zu ihm und seinem neuen Buch „Ein Haus auf dem Land“ (DuMont) dann in der kommenden Buchkultur #185!

27.05.2019
  • Die Gewinner des ersten Servus Buch-Krimiwettbewerbs stehen fest
  • Im vergangenen Herbst hat Servus Buch seinen ersten Krimiwettbewerb ausgeschrieben, jetzt wurden die Gewinnerinnen und Gewinner bekannt gegeben: Aus 238 Einreichungen aus Österreich und Deutschland, aber auch einigen aus der Schweiz, Italien, Frankreich und Australien, wurden von einer Expertenjury folgende Geschichten als Preisträger bestimmt:

    1. Anita Hetzenauer aus Kufstein (AT) mit „Gedächtnis des Lügners“ (Gesamtsiegerin)
    2. Margarita Kinstner aus Krumpendorf (AT) mit „Schlafe, mein Prinzchen“
    3. Matthias Wabner aus Kreuztal (DE) mit „Nachsuche“
    4. Paul Martzak-Görike aus Wien (AT) mit „Applaus für den Mörder“
    5. Lotte Maria Kaml aus Flauchau (AT) mit „Drink des Tages“

    Alle fünf Gewinnergeschichten werden im Sammelband „Mörderische Alpen“, der am 17.10.2019 bei Servus erscheint, veröffentlicht.

24.05.2019
  • Feridun Zaimoglu liest am Dienstag im Literaturhaus Salzburg
  • Das Literaturforum Leselampe lädt zur Lesung mit Feridun Zaimoglu! In seinem neuen Roman „Die Geschichte der Frau“ (Kiepenheuer & Witsch) unternimmt der Autor ein fulminantes Experiment: Zehn Frauen mit herausragenden Erzählungen und Geschichten lässt Zaimoglu sprechen, von der Antike bis ins Jahr 1968. Hier wird Frauen in der Geschichtsschreibung und der Literatur explizit Platz gegeben. Eine Frage drängt sich auf: Wie könnte eine alternative Weltgeschichte aussehen, wären diese Frauen zu Wort gekommen?

    Literaturhaus Salzburg
    Dienstag, 28. Mai 2019, 19.30 Uhr
    Eintritt: € 8/6/4

23.05.2019
  • Paul Mason kommt am 4. Juni nach Wien
  • „Eine radikale Verteidigung des Humanismus“ ist der Untertitel von Paul Masons neuestem Werk „Klare, lichte Zukunft“ (Suhrkamp). Kernthese: Ging der Kapitalismus bislang mit liberalen Freiheitsrechten einher, so nimmt er unter Präsidenten wie Putin oder Trump zunehmend autoritäre Züge an. Können diese nun auch noch auf die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz und digitaler Überwachung zurückgreifen, ist der Mensch als autonomes Wesen in Gefahr. Ausgehend von Karl Marx’ Frühschriften, entwirft Mason in „Klare, lichte Zukunft“ ein Bild vom Menschen, das ihn als ein selbstbestimmtes und zugleich gemeinschaftliches Wesen zeigt. Mason begleitet uns an die Orte vergangener und gegenwärtiger Kämpfe um Würde und Gerechtigkeit, von der Pariser Kommune über das von der Sparpolitik gebeutelte Griechenland bis hin zum Protest indigener Aktivisten auf der Inselgruppe Neukaledonien.

    Am 4. Juni kommt der britische Journalist und Autor im Rahmen der „Genial dagegen“-Reihe ins Kreisky Forum (Armbrustergasse 15) im 19. Wiener Bezrik, um das Buch vorzustellen und zu diskutieren. Beginn ist um 19 Uhr, die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Moderieren wird Robert Misik.

    Unter diesem Link kann man sich anmelden!

22.05.2019
  • Schönste Bücher Österreichs 2018 prämiert
  • Buchgestaltung und -ausstattung sind das Thema von Wettbewerben zu den Schönsten Büchern – denn damit die Intention eines Buches richtig zur Geltung kommen kann, muss auch seine äußere Erscheinungsform möglichst im Einklang zum Text und gleichzeitig eigenständig-kreativ umgesetzt werden. In Wien wurden gestern vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels die drei Staatspreise der Schönsten Bücher Österreichs 2018 verliehen, bei dem von einer Fachjury nicht nur 15 Auszeichnungen, sondern auch drei Titel mit einem Staatspreis von je € 3.000,- prämiert wurden. Folgende Publikationen fanden dabei Berücksichtigung:

    Ein bisschen wie du / A little like you, gestaltet von Frederik Marroquín, ist bei Zaglossus erschienen und wurde bei Wolfau-Druck AG gedruckt. (Kategorie: Kinder- und Jugendbücher, Graphic-Novels)
    MACH’S MAUL AUF! wurde von Maximilian Strische gestaltet und von der Höheren Graphischen Bundeslehranstalt gedruckt. (Kategorie: Sonderproduktionen (mit ISBN) und/oder Bücher, die nicht in den Handel gelangen)
    Milk / Milch wurde von Nik Thoenen gestaltet, ist im Passagen Verlag erschienen und wurde von Grasl FairPrint gedruckt. (Kategorie: Zeitgenössische Kunstbände, Fotokunst, Architektur, Ausstellungskataloge)

    Alle weiteren aktuellen und vergangenen „Schönsten Bücher Österreichs“ finden Sie unter schoenstebuecher.at.

21.05.2019
  • LoveLetter Convention (LLC) in Berlin
  • Auch wenn Liebesromane in der Buchkultur aus guten Gründen ein Schattendasein führen: Das Romance-Genre ist das auflagenstärkste Literaturgenre in Deutschland. Kein Wunder also, dass in Berlin seit 2012 mit großem Erfolg die LoveLetter Convention (LLC) über die Bühne geht, eine Konferenz für Liebesromanleser und –schriftstellern, auf der mehr als 120 Veranstaltungen stattfinden: von Verlagspräsentationen über Panels bis hin zu Workshops mit internationalen sowie nationalen Protagonisten wie Spiegel-Bestsellerautorin Dani Atkins oder die Britin Jenny Colgan. Dieses Jahr findet das Event am 1. und 2. Juni 2019 wieder im Café Moskau am Alexanderplatz statt.

    Die Teilnahme ist nicht ganz billig: So kostet das Tagesticket jeweils 49 Euro, der Eintritt für das gesamte Wochenende 64 Euro. Das Gesamtprogramm kann unter diesem Link aufgerufen werden.

20.05.2019
  • edition schreibkraft sucht Beiträge zu „geht’s noch?“
  • Die Literaturzeitschrift edition schreibkraft sucht noch Beiträge für die nächste Ausgabe – bewerben können sich alle, die sich vom übergeordneten Motto „geht’s noch?“ angesprochen bzw. inspiriert fühlen. Einsendeschluss ist der 10. Juni 2019, zugelassen sind ausschließlich bisher unveröffentlichte Texte, deren Zeichenanzahl nach Möglichkeit nicht 19.000 überschreiten soll. Interessenten schicken ihre Vorschläge unter Angabe von Name und E-Mail-Adresse an schreibkraft[at]mur.at, die Redaktion behält sich selbstredend die Auswahl vor.

    Zur besseren Eingrenzung von „geht’s noch?“ hier noch ein Statement der Redaktion zur Ausschreibung:

    „Geht’s noch? Aber sicher! Das zumindest hat die schreibkraft anlässlich ihres 20-Jahre-Jubiläums im November 2018 in den Raum gestellt. In seinem suggestiven Optimismus war dieser semantische Kurzschluss zweier Heftthemen – des aktuellen wie jenem der Ausgabe 24 – naturgemäß irreführend. Kennerinnen und Kenner unserer Publikation jedenfalls konnten das ironische Moment dieser Dialektik nur schwer überhören: GEHT’S NOCH? fragte und fragt die schreibkraft zuerst einmal sich selbst: die Printpublikation, die Kulturarbeit, die Kunst, den Diskurs … und das durchaus direkt und im umgangssprachlichen Sinne: GEHT’S NOCH?!?
    Gemeint ist aber genauso die Welt dort draußen, jenseits unseres quadratischen Kleinformats. Unser Titelthema ist dabei mehr spontane akustische Reaktion auf den Zustand der Welt denn Diagnose – und damit doch genau das: GEHT’S NOCH?!?
    GEHT’S NOCH? fragt die sogenannte westliche Welt angesichts Migration, Klimawandel, Wirtschaftskrisen. Und wie reagiert sie? Mit einem Sicherheitsdogma, das von jenen definiert wird, die dort Unsicherheit, ja Ängste schüren, wo mit Sicherheit mehr Mut gefordert wäre. GEHT’S NOCH? ABER SICHER war daher auch eine Durchhalteparole. Aber auch eine nur scheinbar dialektische Bestandsaufnahme, die gesellschaftliche Sollbruchstellen der Gegenwart zu benennen versuchte.
    Mit dem nun nachzureichenden Heft wollen wir das Thema vertiefen. GEHT’S NOCH etwas tiefer? GEHT’S NOCH unverschämter? GEHT’S NOCH menschenverachtender? GEHT’S NOCH illiberaler? GEHT’S NOCH weiter nach dem weit rechten Rand, nach dem vielzitierten, gut gedehnten oder besser: ziemlich verspannten Verfassungsbogen? Ach ja.
    Wir werden ja sehen.
    Was noch alles geht.
    Schreiben Sie uns und vergessen Sie dabei nicht auf die positiven Facetten der Frage: Geht’s noch fragen sich auch Marathonläufer und andere Extremsportler – und viele halten durch. Vergessen Sie auch nicht auf die humoristischen Aspekte: „Geht’s noch“ fragen sich Eltern angesichts der Lausbubenstreiche ihrer Kinder.

17.05.2019
  • Ab heute: Innsbruck liest!
  • „Die Königin schweigt“ von Laura Freudenthaler ist das „Innsbruck liest“-Buch 2019 – der 2017 erschienene Debütroman der 1984 in Salzburg geborenen Autorin wird ab heute in einer Auflage von 10.000 Stück an unterschiedlichsten Orten als Gratisbuch in der Stadt ausgelegt. Ermöglicht wird die Aktion durch eine Reihe von Sponsoren und Partner der öffentlichen Hand sowie durch die Organisation der Stadtbibliothek, die auch ein bis zum 28. Mai andauerndes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt hat: von einer literarischen Fahrt in der IVB-Linie 6, über ein interaktives Erzählcafé im Café Namsa, bis hin zu einem Poetry Slam in der Stadtbibliothek. Die Abschlusslesung findet zum Sonnenuntergang am Kulturplateau hoch über der Amraser Straße statt. Vom 7. bis 28. Mai wird zudem in der Universitäts- und Landesbibliothek eine Ausstellung zu den bisherigen „Innsbruck liest“-ProtagonistInnen gezeigt. Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei!

16.05.2019
  • „Kritische Literaturtage“ dieses Wochenende am Wiener Yppenplatz
  • Zum bereits zehnten Mal gehen dieses Wochenende die Kritischen Literaturtage über die Bühne: Vom 17.-19. Mai bietet die Brunnenpassage am Yppenplatz in Wien-Ottakring wieder den mehr als würdigen Rahmen für die 2019er-Ausgabe der kleinen Buchmesse abseits des kommerziellen Markts. Neben zahlreichen Buchpräsentationen und Autorengesprächen untertags bieten die „Kritischen Literaturtage“ auch ein vielseitiges Abendprogramm: Schon heute Donnerstag startet ab 20 Uhr die Vor-Eröffnung im Weinhaus Sittl am Lerchenfelder Gürtel, Eva Geber spricht dabei über die Essays von Rosa Mayreder, und Margot Hruby liest szenisch aus Eva Gebers Roman „Die Anarchistin und die Menschenfresser“ über Louise Michel. Die Klavierbegleitung kommt von Uschi Schwarz. Morgen Freitag ab 20 Uhr performt Ramona Kasheer im Kunstraum Ewigkeitsgasse in der Thelemanngasse 6 Lyrik von Christine Lavant in Songs gegossen. Und am Samstag treten die Surfpoeten ab 20.30 Uhr nach 30 Jahren zum ersten Mal live in Wien im rhiz im Gürtelbogen 37 auf.

    Das Gesamtprogramm für die „Kritischen Literaturtage“ 2019 kann hier aufgerufen werden.

15.05.2019
  • Bachmannwettbewerb 2019: Die 14 Autorinnen und Autoren im Portrait
  • Vom 26. Bis 30 . Juni 2019 finden die 43. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt statt. 3sat wird die Lesungen der bisher unveröffentlichten Texte von 10 bis 15 Uhr wieder live übertragen, der Ingeborg-Bachmann-Preis, gestiftet von der Landeshauptstadt am Wörthersee, ist wie in den Vorjahren mit stattlichen 25.000 Euro dotiert. Mittlerweile wurden die 14 Autorinnen und Autoren dieses Jahres aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt gegeben – die Website des Bewerbs bietet auch (teils) aufschlussreiche Kurzfilmpotraits zu den einzelnen Teilnehmern:

    Martin Beyer, D
    Wurde 1976 in Frankfurt am Main geboren, lebt in Bamberg. Er liest auf Einladung von Michael Wiederstein.

    Ines Birkhan, A
    Geboren 1974 in Wien, lebt in Wien. Sie liest auf Einladung von Nora Gomringer.

    Birgit Birnbacher, A
    Geboren 1985 in Schwarzach, lebt in Salzburg. Sie liest auf Einladung von Stefan Gmünder.

    Yannic Han Biao Federer, D
    Geboren 1986 in Breisach am Rhein, lebt in Köln. Er liest auf Einladung von Hildegard E. Keller.

    Leander Fischer, A
    Geboren 1992 in Vöcklabruck, lebt in Hannover. Er liest auf Einladung von Hubert Winkels.

    Andrea Gerster, CH
    Geboren 1959 in Schaffhausen, lebt in Freidorf, Kanton Thurgau. Sie liest auf Einladung von Hildegard E. Keller.

    Daniel Heitzler, D
    Geboren 1996 in Germersheim/Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Er liest auf Einladung von Hubert Winkels.

    Julia Jost, A
    Geboren 1982 in St. Veit an der Glan, lebt in Hamburg. Sie liest auf Einladung von Klaus Kastberger.

    Tom Kummer, CH
    Geboren 1961 in Bern, lebt in Bern. Er liest auf Einladung von Michael Wiederstein.

    Lukas Meschik, A
    Geboren 1988 in Wien, lebt in Wien. Er liest auf Einladung von Stefan Gmünder.

    Ronya Othmann, D
    Geboren 1993 in München, lebt in Leipzig. Sie liest auf Einladung von Insa Wilke.

    Katharina Schultens, D
    Geboren 1980 in Kirchen, Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Sie liest auf Einladung von Insa Wilke.

    Silvia Tschui, CH
    Geboren 1974 in Zürich, lebt in Zürich. Sie liest auf Einladung von Nora Gomringer.

    Sarah Wipauer, A
    Geboren 1986 in Wien, lebt in Wien. Sie liest auf Einladung von Klaus Kastberger.

14.05.2019
  • Wien geht in den literarischen Lenz
  • Von 15. bis 16. Mai findet der 12. Literarische Lenz in Wien statt – Austragungsort ist die TheaterArche in der Münzwardeingasse 2 im sechsten Bezirk. Dieses Mal versammelt das Festival Autorinnen und Autoren aus Centrope. Darunter versteht man die Europaregion, die aus dem tschechischen Kreis Südmähren, den slowakischen Landschaftsverbänden Bratislava und Trnava, den westungarischen Komitaten Győr-Moson-Sopron und Vas und den österreichischen Bundesländern Burgenland, Niederösterreich und Wien besteht. Als Sprachen kommen beim „Literarischen Lenz“ Deutsch, Slowakisch, Ungarisch und Tschechisch vor. Unter den deutschsprachigen Teilnehmern befinden sich u.a. Barbi Marković, Thomas Raab oder auch Marie Luise Lehner, zusätzlich wird auch die neue Literaturzeitschrift „Fraktal“ aus Bratislava vorgestellt.

    Das gesamte Programm:

    Mittwoch, 15. Mai 2019

    19.00 Radka Denemarková (Praha)
    19.30 Márian Hatala (Bratislava)
    20.00 Thomas Raab (Wien)
    20.30 Barbi Marković (Wien)
    21.00 Károly Méhes (Pécs)

    Donnerstag, 16. Mai 2019

    19.00 Vorstellung der Literaturzeitschrift „Fraktal“ mit der Chefredakteurin Stanislava Chrobáková Repar und der Graphikerin Eva Kovačevičová Fudala
    19.30 Slavka Liptaková (Bratislava)
    20.00 Stefan Kutzenberger (Purkersdorf/Wien)
    20.30 János Térey (Debrecen)
    21.00 Karel Vesely (Praha)
    21.30 Marie Luise Lehner (Wien)

    Danach jeweils „Buffet und gesellschaftliches Treiben“!

13.05.2019
  • Argon startet neuen Podcast
  • Als Hörbuchverlag ist Argon bereits seit vielen Jahren äußerst aktiv mit Podcast-Angeboten. Nun startet das Verlagshaus in Kooperation mit Fischer Tor den neuen Podcast „Phantastische Storys und wo sie zu finden sind“. Dort lesen 14-tägig wechselnde Hörbuchsprecher Science Fiction- und Fantasy-Kurzgeschichten deutscher und internationaler Autorinnen und Autoren wie Ursula K. Le Guin, Becky Chambers, Seth Dickinson oder Oliver Plaschka. Als Moderatorin konnte Autorin Judith Vogt gewonnen werden.

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