13.12.2018
  • Lit.Cologne veröffentlicht Programm 2019
  • Es gibt die Buchmessen in Frankfurt und Leipzig, als Literaturfestival ist aber vor allem die Lit.Cologne in Köln das Mass der Dinge im deutschsprachigen Raum. Nun wurde des Programm für die 19. Auflage veröffentlicht, die 2019 vom 19. bis zum 30. März über die Bühne gehen wird. Mit dabei sind u.a. Julian Barnes, Tana French, Richard David Precht, Miriam Meckel, Ferdinand von Schirach, Donna Leon, Frank Schätzing, Eva Menasse, Robert Habeck, Annie Ernaux, Sven Regener, Kirsten Boie, Sy Montgomery, Judith Schalansky, Édouard Louis, Isabel Abedi, Florian Illies, Lea Schmidbauer, Martin Suter, Mohammed Hanif, Roberto Saviano, Marc Elsberg - alles zusammen bietet das Festival 193 Veranstaltungen, 100 davon im Erwachsenenprogramm. Zur Verfügung stehen dabei insgesamt 115.000 Karten.

    Link Lit.Cologne

12.12.2018
  • Morgen Lesung mit den exil-Preisträgern 2018
  • Morgen Donnerstag lesen die Preisträgerinnen und Preisträger des exil-literaturpreises 2018 im Wiener Literaturhaus. Bei freiem Eintritt wird dabei auch die Anthologie präsentiert, die Texte von Alexandra Pazgu, Julia Lückl, Sophia Felsinger, Sahel Rustami und den Schülerinnen und Schülern der Öko-NMS/WMS in Wien 23., betreut von Gundi Haigner, enthält. Der exil-literaturpreis zeichnet Texte aus, deren Autorinnen und Autoren aus anderen Kulturkreisen und Erstsprache kommen und in deutscher Sprache schreiben. Im Laufe der Jahre wurden durch den Preis heute so etablierte Namen wie Julya Rabinowich oder Dimitre Dinev entdeckt.

    Lesung der PreisträgerInnen der exil-literaturpreise 2018
    Do. 13. Dezember 2018, 19 Uhr
    Literaturhaus Wien, Seidengasse 13/Eingang Zieglergasse, 1070 Wien
    Moderation: Barbara Zwiefelhofer und Christa Stippinger
    Eintritt frei!

11.12.2018
  • „Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer kommt in die Kinos
  • 2016 erschien bei DuMont der Roman „Die Ehefrau“ von Meg Wollitzer, die mit „Das weibliche Prinzip“ auch eines der meistdiskutierten Bücher 2018 verfasst hat. In ihrem Roman von vor 2 Jahren erzählt die Autorin mit subtilem Humor eine fiktive Geschichte über die Ehe des berühmten Schriftstellers Joe Castleman und seiner Ehefrau Joan, die in den 1950er-Jahren ihre eigene literarische Karriere ihrem Mann zuliebe aufgibt und fortan ein Leben als Mutter und Muse führt. Das führt im Lauf von 30 Ehejahren zu sehr viel Frustration, und das nicht nur aufgrund der zahlreichen Seitensprünge des gefeierten Gatten ... Am 3. Jänner 2019 kommt nun die Verfilmung des Stoffs mit dem Titel „The Wife – Die Frau des Nobelpreisträgers“ in die deutschen Kinos, in den Hauptrollen sind Glenn Close und Jonathan Pryce zu sehen. Glenn Close ist für die Rolle als Joan Castleman zudem für den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin nominiert. Ab 14. Dezember dazu bei DuMont erhältlich: Das Taschenbuch zu „Die Ehefrau“ mit limitiertem Filmcover!

10.12.2018
  • Wohnzimmerlesungen werden fortgesetzt
  • Es war eine der gelungensten literarischen Benefizaktionen des letzten Jahres: Autorinnen und Autoren konnten gegen eine Spende von mindestens 100 Euro für das eigene Wohnzimmer gebucht werden, um dort im intimen Rahmen eine Lesung abzuhalten. Auf diese Art und Weise konnte Verschenke eine Wohnzimmerlesung im Vorjahr mehr als 22.000 Euro sammeln. Nun wird das Projekt fortgesetzt – dieses Jahr kann aus mehr als 180 Autorinnen und Autoren (einsehbar auf der Website) aus Deutschland und Österreich ausgewählt werden, die gegen eine Spende ins eigene Zuhause kommen, u.a. der Krimiautor Oliver Bottini, Bestsellerautorinnen wie Isabel Bogdan, Inge Löhnig oder Iny Lorentz, dazu Markus Orths oder die beiden Buchpreisträgerinnen Inger-Maria Mahlke und Kathrin Schmidt. Die damit erzielten Hilfsfelder gehen 2018 an die Organisationen Mission Lifeline und Soultalk.

    Alle weiteren Informationen unter: LINK.

07.12.2018
  • Ausstellung mit „Schönsten Büchern“ auf der Hauptbücherei Wien
  • Wettbewerbe zu den Schönsten Büchern sind in vielen Ländern jahrzehntelange Tradition – dabei reflektieren diese Wettbewerbe auch die über die Jahre sich verändernden ästhetischen Vorlieben und Vorstellungen zu Gestaltung und Herstellung. Auf der Wiener Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz läuft seit heute 7. Dezember bis in den Februar 2019 eine umfangreiche Ausstellung mit den schönsten Büchern des Jahres 2017 aus vier Ländern, nämlich Österreich, Deutschland, der Schweiz und Niederlande. Parallel dazu finden auf Initiative der Typographischen Gesellschaft Austria (tga) auch mehrere Buchgespräche mit international ausgezeichneten Buchgestaltern statt. In deren Rahmen können die Bücher dann übrigens nicht nur begutachtet, sondern tatsächlich auch durchgeblättert und gelesen werden.

06.12.2018
  • Wiener Buchquartier an diesem Wochenende
  • An diesem Wochenende ist es wieder soweit: Das BuchQuartier öffnet im Wiener Museumsquartier seine Türen und präsentiert mit eigenen Messeständen kleine und unabhängige Verlage, die in ihren Nischen jedoch teilweise großartige Bücher veröffentlichen. Ergänzt wird diese Bücherschau durch Lesungen und Buchgespräche, u.a. mit Hannah Herbst, Christian Rupprecht, Gebrüder Moped, Christopher Wurmdobler oder Nicolas Mahler. Auch wir sind mit der Buchkultur dort prominent vertreten!

    Alle Aussteller und Programm finden Sie hier.

    Öffnungszeiten:
    Samstag und Sonntag, 8. und 9.12.2018, von 11 bis 19 Uhr
    Wiener Museumsquartier, Arena21, Ovalhalle und Freiraum
    Eintritt frei!

05.12.2018
  • Kinderbuchkreisel im Wiener Kinderliteraturhaus ab 2019
  • Das Institut für Jugendliteratur startet 2019 eine neue Reihe von Abendveranstaltungen: Der sogenannte Kinderbuchkreisel bietet unter dem Motto „Lesen, lauschen, reden“ ab Jänner eine Reihe von Abendveranstaltungen für Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Erster Termin ist Donnerstag, der 24. Jänner, Voranmeldungen werden bis zum 17. Jänner erbeten.
    Teilnehmen dürfen an den Treffen Newcomer genauso wie bereits Autorinnen und Autoren, die bereits publiziert haben. Außerdem dürfen auch Gäste zum „Schnuppern“ mitgenommen werden. Alle weiteren Informationen finden sich hier.

    Der Kinderbuchkreisel
    Kinderliteraturhaus, Mayerhofgasse 6, 1040 Wien, Veranstaltungsbereich
    Donnerstag, 24. Jänner 2019 | 17 - 21 Uhr

04.12.2018
  • Erstes „hanserblau“-Programm kommt im Frühjahr
  • Wie seit einem dreiviertel Jahr bekannt, wird der Hanser Verlag im Frühjahr 2019 mit dem neuen Label „hanserblau“ starten. Als breiterer Publikumsverlag werden dort dann je vier Romane und vier Sachbücher erscheinen, größtenteils im Paperback-Format. Als Spitzentitel ist „Große Freiheit“, der neue Roman von Rocko Schamoni („Dorfpunks“), der bisher bei Piper veröffentlichte, eingeplant. Ulrike von Stendlin, die das Imprint leitet, gibt damit auch die Richtung von hanserblau gesamt vor: „Mit hanserblau haben wir bewusst eine andere Vorschau- und Coversprache gewählt, als mit den bisherigen Hanser-Programmen“. Ein Blick auf die Webseite verrät: Es dürfte etwas jünger sowie trendig-poppiger werden. Wir sind gespannt!

03.12.2018
  • „Vier Länder, eine Sprache“ auf der Buchmesse in Sofia
  • Unter dem Motto „Vier Länder eine Sprache“ werden die Länder Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein ein umfangreiches Programm auf der 46. Internationalen Buchmesse in Sofia (11.-16. Dezember) präsentieren. Deutsch ist nach Englisch und Russisch die meistverbreitete Sprache in Bulgarien. Katja Alves, Lukas Bärfuss, Sabine Bockmühl, Sherko Fatah, Dagmar Geisler, Christoph Hein, Jonas Lüscher, Robert Menasse, Marion Poschmann, Ferdinand Schmatz und Ilija Trojanow gehören zu den Autorinnen und Autoren, die vor Ort lesen werden. Ein weiteres Highlight am Stand der vier Länder ist das Virtual Reality Projekt "VRwandlung" des Goethe-Instituts Prag, in dessen Rahmen Besucher „Die Verwandlung“ von Franz Kafka aus eigener Perspektive neu erleben können. Eine Buchhandlung mit Übersetzungen deutscher Autoren rundet dem gemeinsamen Auftritt ab.
    Der Auftritt "Vier Länder eine Sprache" findet in Partnerschaft von Frankfurter Buchmesse, dem Goethe-Institut Bulgarien und mit finanzieller Unterstützung durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland statt. Partner des gemeinsamen Auftritts sind die Regierung des Fürstentums Liechtenstein, die österreichische Botschaft, die Schweizerische Botschaft, die deutsche Botschaft, die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, sowie Traduki und die Kurt Wolff Stiftung.

30.11.2018
  • „Kraft der Lyrik“ im Literaturhaus Mattersburg
  • Der hochroth Verlag hat sich vor allem der Veröffentlichung von zeitgenössischer Lyrik verschrieben. Im Literaturhaus Mattersburg geben Johanna Ottl und Daniel Terkl nächsten Mittwoch Auskunft, weshalb sie eine literarische Gattung verlegen, von der viele Verlage die Finger lassen. Die slowenische Lyrikerin Anja Golob wird dazu aus „ab und zu neigungen“ lesen, ihrem ersten Gedichtband in deutscher Sprache.

    Kraft der Lyrik
    Literaturhaus Mattersburg
    Mittosch, 5. Dezember 2018, 19.00 Uhr

29.11.2018
  • „Haus des Sehens“ startet Onlinebibliothek für Legastheniker
  • Buchknacker.at heißt eine neue Onlinebibliothek, die vor allem Legastheniker und Kinder mit Dyslexie und ADHS helfen soll, das Behalten von Inhalten zu erleichtern. Wie das funktioniert? Die Betroffenen lesen und hören gleichzeitig und erwerben via selbst bestimmten Lesetempos ihre Lernerfolge. Mit einem Leserätsel auf Basis des im Schulbetrieb eingesetzten Antolin-Programms am Ende des jeweiligen Hörbuchs lässt sich schließlich spielerisch überprüfen, wieviel vom Inhalt behalten und verstanden wurde.

    Alle weiteren Informationen unter buchknacker.at.

28.11.2018
  • Neue Termine für Martin Suter und Stephan Eicher stehen fest
  • Wir hatten die gemeinsame Tour von Autor Martin Suter und Musiker Stephan Eicher zu ihrem „Song Book“ (Diogenes) groß in der Buchkultur angekündigt, dann kam leider ein Bandscheibenvorfall von Stephan Eicher dazwischen – und alle Auftritte für den Herbst 2018 wurden gecancelt.

    Nun stehen die Ersatztermine für die äußerst unterhaltsame wie charmante Doppelconference zwischen Musik und Literatur fest:

    17.3.2019, Frankfurt, Mozartsaal (Matinée)
    19.3.2019, Köln, Theater am Tanzbrunnen
    20.3.2019, Hamburg, Kleine Laeiszhalle
    21.3.2019, Berlin, Universität der Künste
    22.3.2019, München, BMW Welt

    Sowie neue Termine in Zürich:
    11.3.2019, Halle 622
    12.3.2019, Halle 622
    13.3.2019, Halle 622

27.11.2018
  • Kultureller Ehrenpreis für Verlegerin Antje Kunstmann
  • Gegründet wurde der Verlag Antje Kunstmann 1990, mittlerweile gehört er zu den wichtigsten und erfolgreichsten unabhängigen Publikumsverlagen im deutschsprachigen Raum. Den ersten Bestseller im Programm schaffte mit „Der kleine Erziehungsberater“ Süddeutsche Zeitung-Kolumnist Axel Hacke, von dem seit Erscheinen über eine Million Exemplare verkauft wurden. Und soeben gelang es dem Verlag, mit der Veröffentlichung der fünfbändigen Ausgabe „Der NSU-Prozess. Das Protokoll“ ein wichtiges Kapitel der jüngeren Politgeschichte Deutschlands erfolgreich zu protokollieren und aufzuarbeiten. Nun wurde die Verlegerin und Namensgeberin Antje Kunstmann mit dem Kulturellen Ehrenpreis der Stadt München ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro für das Lebenswerk dotiert ist. Wir gratulieren herzlich!

26.11.2018
  • Neue Theorie-Buchhandlung in Leipzig
  • Der alt eingesessene Berliner, mittlerweile nach Leipzig übersiedelte Theorie- und Diskurs-Verlag Merve hat dort eine neue, unabhängige Buchhandlung eröffnet. Bei Rotorbooks soll es zukünftig neben sorgfältig ausgewählter Lektüre – von Theorie über zeitgenössische Philosophie bis zu Kunst, mit einem Schwerpunkt auf im klassischen Buchhandel schwer erhältliche Selfpublishing- und Künstler-Publikationen – in einem anliegenden Projektraum auch Ausstellungen und „mindestens zweimal pro Monat“ Veranstaltungen geben. Geführt wird der Laden von Anke Schleper und Daniel Niggemann, die dafür ein Geschäftslokal im hippen Leipziger Kolonnadenviertel entdeckt haben und in dem vorher ein russisches Feinkostgeschäft beheimatet war.

    Adresse Rotorbooks:
    Kolonnadenstraße 5
    04109 Leipzig

23.11.2018
  • „Anderswelten“ bei Literatur im Herbst der Alten Schmiede
  • Das Wochenende steht im Zeichen der „Literatur im Herbst 2018“ der Alten Schmiede: Unter dem Motto Anderswelten. Über Dystopien und Utopien wird im Wiener Theater Odeon über Zukunftsentwürfe gesprochen, diskutiert und natürlich auch gelesen. Das Festival wird heute Abend um 19 Uhr von Veronica Kaup-Hasler, Stadträtin für Kultur und Wissenschaft, eröffnet und startet inhaltlich mit dem Vortrag „Besser Kunst als Hoffnung, besser Kunst als Angst“ von Dietmar Dath. Weitere Autorinnen und Autoren während der drei Tage sind Thomas Macho, Ilija Trojanow, Peter Fröberg Idling, Karin Kalisa, Annalee Newitz, Georg Klein, Kurt Langbein, Georg Seeßlen, Luise Meier, Josefine Rieks, Þtefan Agopian, Joshua Cohen, Ulrike Herrmann, Jürg Müller, Jonathan McMillan, Thomas Gebauer und Jan Koneffke. Konzepiert und kuratiert wurde das Programm von Alte Schmiede-Leiter Walter Famler, Ilija Trojanow sowie Buchkultur-Autorin Jana Volkmann.

    Gesamtprogramm

22.11.2018
  • Masha Gessen erhält den Leipziger Buchpreis 2019
  • Gratulation an Masha Gessen: Die russisch-US-amerikanische Journalistin und Schriftstellerin erhält für ihr Sachbuch „Die Zukunft ist Geschichte. Wie Russland die Freiheit gewann und wieder verlor“ (Suhrkamp) den „Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung“ 2019. Gessen beschreibt in ihrem Buch Russland von den Achtzigerjahren bis heute und sprach für ihr Werk mit vier Menschen der Generation 1984.

    Eine ausführliche Rezension zum Buch erscheint auch in der nächsten Ausgabe der Buchkultur – ab 4. Dezember überall, wo es Zeitschriften gibt!

21.11.2018
  • Europäische Literaturtage starten morgen
  • Zum bereits 10. Mal gehen an diesem Wochenende die Europäischen Literaturtage in Krems an der Donau über die Bühne. Die morgige Eröffnung findet um 19.30 Uhr im Klangraum der Minoritenkirche statt, dabei diskutieren Robert Menasse und Richard David Precht darüber, „wie die Welt gebildet wird“. Zum Abschluss der Literaturtage wird am Sonntag ab 11 Uhr der „Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und und Handeln“ 2018 an Ilija Trojanow verliehen. Dazwischen lesen und treten am Freitag und Samstag so unterschiedliche Autorinnen und Autoren wie Vea Kaiser, Ilinca Florian oder Tim Krohn, oft in Kombination mit Theater- und Filmregisseuren, auf.

    Das gesamte Programm kann hier aufgerufen werden.

20.11.2018
  • „Literatur Spiegel“ erscheint in Zukunft nur noch viermal im Jahr
  • Im September 2015 wurde er erst gegründet, drei Jahre später zieht man beim Spiegel nun die Reißleine: Der Literatur Spiegel erscheint zukünftig statt zehnmal pro Jahr nur noch viermal – zu den großen Buchmessen in Frankfurt und Leipzig sowie je einmal am Beginn der Sommerferien und für das Weihnachtsgeschäft. Einnehmen werden die freigewordenen Beilagenplätze die 2017 gegründeten „S-Magazin“ sowie das Gesundheitsheft „wohl“, die ebenfalls viermal im Jahr veröffentlicht werden.

19.11.2018
  • 26. open mike vergeben
  • Seit 1993 hat er sich zum wichtigsten deutschsprachigen Nachwuchswettbewerb für Literatur entwickelt und ist Karrieresprungbrett für viele AutorInnen: 2018 fand der open mike zum nun bereits 26. Mal statt. Den Preis für Prosa erhielt dabei Yade Yasemin Önder (Wiesbaden und Berlin) für den Text „bulimieminiaturen“. Zudem wurden in diesem Jahr zwei Preise für Lyrik verliehen. Ein Preis ging an den Münchner Kyrill Constantinides Tank für „alles ὕλη nix είδος“, ein weiterer an Lara Rüter aus Leipzig für „Gedichte“. Alle Preise sind mit jeweils 2500€ dotiert. Den Preis der „taz-Publikumsjury“ erhielt Caren Jeß aus Schleswig-Holstein für „Die Ballade von Schloss Blutenburg“ (Lyrik).

14.11.2018
  • Michaela Kastel erhält den Viktor Crime Award
  • Der neugeschaffene Viktor Crime Award will biennal neue Stimmen in der Thriller- und Kriminalliteratur auszeichnen, die an der Schwelle zu größerer Beachtung stehen und auch das Potenzial für größeren internationalen Erfolg haben. Am 9. November wurde nun in Unna im Rahmen des größten Krimifestival Europas „Mord am Hellweg“ dieser von Sebastian Fitzek gestiftete Preis zum ersten Mal vergeben - an die 31-jährige Michaela Kastel für ihren Debüt-Thriller „So dunkel der Wald“, der im Frühjahr bei Emons erschienen ist und auch in der Buchkultur explizit gelobt wurde: Karoline Pilcz bescheinigte dem „schonungslosen und dunklen Psycho-Thriller“ in Ausgabe 176 „eine flirrende Atmosphäre eisigen Schreckens“, die „bis in die entferntesten Winkel der menschlichen Seele führt.“ Michaela Kastel erhält für die Auszeichnung ein Preisgeld von stimmigerweise 6.666 Euro.

    Die komplette Begründung der Jury:
    „Aufrüttelnd, atmosphärisch, außergewöhnlich. Michaela Kastel gelingt es, in ihrem Thriller ‚So dunkel der Wald’ die Elemente des Horrorgenres mit der hochaktuellen Fragestellung nach den Grenzen zwischen Gut und Böse, Moral und völliger Enthemmtheit zu verknüpfen. Das tragische Schicksal ihrer beiden Protagonisten Ronja und Jannik, die sich jahrelang in der Gewalt eines skrupellosen Mannes befanden, der Kindern die entsetzlichsten Verbrechen antut, und nun den Weg in ein normales Leben nicht mehr finden, geht unter die Haut.
    Der Wald wird zum Inbegriff klaustrophobischer Wahnvorstellungen und zum Symbol für Verlorenheit und Existenzangst. Erkenntnis wechselt mit Erschrecken, Hilflosigkeit mit Wagemut. Mit viel Gespür für schaurige Momente verarbeitet Michaela Kastel in ihrem Roman sprachlich überzeugend bekannte Fälle von Kindesmissbrauch und dumpfer Gewalt, ohne sich in peinlichen Details zu ergehen. Stilistisch außergewöhnlich findet sie eine fast poetische Sprache, die niemals verrät und keine billigen Taschenspielertricks oder Splattermomente braucht, um das Grauen anschaulich zu machen. Vor allem aber wartet die Autorin mit immer wieder überraschenden Wendungen auf, die zeigen, wie schwer es ist, hier die üblichen moralischen Maßstäbe anzusetzen. Die ehrenwerte bürgerliche Gesellschaft ist längst zum Mittäter geworden. Michaela Kastels Thriller ist ebenso verstörend wie spannend – und in vielerlei Hinsicht besonders. Selten wurden Abhängigkeit, Traumatisierung und Einsamkeit so eindrücklich geschildert, bis die Grenzen zwischen Opfer und Täter verschwimmen.
    ‚So dunkel der Wald’ ist neben der hochspannenden und sprachlich hervorragenden Lektüre vor allem das Versprechen auf eine neue Klangfarbe in der Spannungs- und Genreliteratur. Mit dem Viktor Crime Award honorieren wir daher nicht nur Michaela Kastels gegenwärtige Leistung, sondern auch ihr zukünftiges Potenzial. Michaela Kastel ist eine junge, mutige Stimme mit einem eindringlichen Wiedererkennungseffekt, der wir noch viel zutrauen.“

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