15.02.2019
  • „Text & Sprache“ der deutschen Wirtschaft
  • Auch die „Deutsche Wirtschaft im BDI e.V.“ leistet sich einen Kulturkreis. Dieser vergibt den Literaturpreis „Text & Sprache“, bei dem eine Jury unter Leitung von Nina Hugendubel, bestehend aus Literaturexperten und Vertretern deutscher Unternehmen wie BMW, Bayer oder BASF, sowie aus unternehmensnahen Stiftungen, einen Preisträger inkl. Preisgeld über 20.000 Euro kürt. Nun wurde die Shortlist für die Auswahl 2019 bekannt gegeben, die „das genreübergreifende Schaffen junger Autorinnen und Autoren“ repräsentieren soll – nominiert wurden so Luise Boege, Nora Bossong, Milena Michiko Flašar, Stefanie Höfler, Nancy Hünger, Martin Lechner, Svenja Leiber, Enis Maci, Verena Roßbacher, Judith Schalansky, Matthias Senkel und Takis Würger. Vergeben wird der „Text & Sprache“-Literaturpreis schließlich am 12. Oktober in Leipzig.

12.02.2019
  • 12. Februar 2019: 30. Todestag von Thomas Bernhard
  • „Er wollte nie der sein, als den sich die Allgemeinheit einen Schriftsteller vorstellte, weder Einordnung noch Etikettierung zulassen. In die Reihe der Gegenwartsliteraten hat er sich nicht gestellt. Ebensowenig ist es möglich, mit seinem Werk auf eine Reihe mit der Gegenwartsliteratur zu kommen. Bereits Anfang der siebziger Jahre wurde diese Ausnahmeerscheinung von der fein- und scharfsinnigen Ingeborg Bachmann erkannt. Thomas Bernhard war gemeint, als sie schrieb, dass jemand im Abstand [zu] der zeitgenössischen Literatur schreibt und ihn vergrößert durch die Einsamkeit.

    Heute, am 12. Februar, jährt sich der Todestag des großen österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard zum 30. Mal. Zum dritten Todestag im Jahr 1992 schrieb Lia Wolf eine Titelgeschichte für Buchkultur, die den Autor mit relativ geringem Zeitabstand noch weniger als Medienprojektion, sondern als Schreibenden im Blickfeld hatte.

    Ausgabe Nr. 13 kann hier gratis heruntergeladen werden.

11.02.2019
  • Regensburger Buchhändler macht erfolgeich Kinderprogramm im Kultkino
  • Ulrich Hubs Lesung der Weihnachtsgeschichte „Das letzte Schaf“ war ein Testlauf – und gleich ein voller Erfolg. Alle 160 Plätze des Regensburger Kultkinos Ostentor waren besetzt, als die Buchhandlung Dombrowsky zur Veranstaltung im ungewöhnlichen Rahmen lud. Die zweite Auflage mit Margit Auer und der Lesung zum zehnten Band der Reihe „Schule der magischen Tiere“ war gar 4 Wochen vorher ausverkauft. Nun soll die Reihe „Floh im Ohr im Ostentor“ mit Veranstaltungen zu kinderfreundlichen Beginnzeiten in Serie gehen, so sind bereits Termine mit Zugpferden wie Kirsten Boie oder Martin Baltscheit fixiert. Für den Buchhändler Ulrich Dombrovsky ist dabei besonders wichtig, dass die jungen Zuseher im Alter zwischen 5 und 10 Jahren so gut wie möglich in den Ablauf eingebunden werden, durch Gespräche, aber auch Mitmachaktionen und Projektionen über die große Kinoleinwand.

    Quelle: boersenblatt.net

06.02.2019
  • Amazon wächst weiter
  • Auch wenn die Agenda des stationären Handels als lokaler Infrastrukturgeber und Kulturdienstleister deutlich lauter propagiert wird, und auch die problematischen Bedingungen der Arbeitskräfte und Steuerumgehungskonstrukte von Amazon mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft diskutiert werden, geht der Wachstumskurs des globalen Online-Warenhaus ungebremst weiter: Allein in Deutschland konnte Amazon 2018 insgesamt rund 19,9 Milliarden US-Dollar erwirtschaften, das bedeutet ein abermaliges Plus von 17,3 Prozent zum Vorjahr, nach 19,8 Prozent Steigerung von 2016 auf 2017. Österreich und Schweiz sind in der Bilanzmeldung an die US-Börsenaufsicht leider nicht gesondert ausgewiesen. Interessantes Detail: am deutschsprachigen Buchmarkt konnte Amazon zuletzt seine Marktanteile nicht mehr erhöhen.

05.02.2019
  • 3 mal 20 Jahre für das Haus für Poesie
  • Das Haus für Poesie in Berlin feiert in diesem Jahr gleich drei zwanzigste Geburtstage: Die Plattform Lyrikline ist seit genau zwei Jahrzehnten online, der Welttag der Poesie findet zum 20. Mal statt und das poesiefestival berlin geht ebenfalls in seine 20. Ausgabe.

    lyrikline.org, die weltgrößte, multilinguale und –mediale Online-Platform für Lyrik, wurde im November 1999 gegründet ,mittlerweile finden sich dort über 12.000 Gedichte in 84 Sprachen und knapp 18.000 Übersetzungen von 1.300 Dichterinnen und Dichtern. Am 21. März wird zudem zum 20. Mal der UNESCO-Welttag der Poesie gefeiert. Das Haus der Poesie veranstaltet dazu in der Stiftung Brandenburger Tor das Hauptevent in Deutschland. Und vom 14. bis 20. Juni geht das poesiefestival berlin in seine 20. Auflage: Motto ist „Endlich Zeit für Sprache“, Länderschwerpunkt liegt beim Jubiläum auf den USA.

    Haus der Poesie

01.02.2019
  • John Wray am 4.2. im Literaturhaus Salzburg
  • 2017 erhielt das „Erzähltalent“ (F.A.Z.) den Bachmann-Preis, und über seinen Roman „Retter der Welt“ schrieben wir in Buchkultur, dass „die sprachliche Sorgfalt deutlich ins Lese-Auge sticht, etwa der Rhythmus, der (...) wie von U-Bahn-Station zu Station getrieben scheint und wiedergibt, dass der sechzehnjährige Geisteskranke (Protagonist, Anm.) die Welt mit vielen Zäsuren wahrnimmt.“ Nun erscheint von John Wray der neue Roman „Gotteskind“ bei Rowohlt, inspiriert von der Geschichte des „amerikanischen Taliban“ John Walker Lindh. Moderator Wolfgang Görtschacher spricht aus diesem Anlass am 4. Februar um 19.30 Uhr im Literaturhaus Salzburg mit dem Kärntner Autoren mit amerikanischen Wurzeln, der Eintritt beträgt € 10/8/6. Tipp!

31.01.2019
  • Ausschreibung für die Schönsten Bücher Österreichs hat begonnen
  • Bücher als haptische Gesamtkunstwerke – das ist die zugrundeliegende Idee bei den Wettbewerben der Schönsten Bücher, die seit Jahrzehnten in vielen Ländern abgehalten werden. In Österreich veranstaltet der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels seit 1952 den Bewerb, für den ab jetzt den ganzen Februar über eingereicht werden kann: Nicht nur von Verlagen, sondern auch von Privatpersonen, die im Self Publishing veröffentlichen. Alle Details zu Kriterien, Kategorien und Teilnahmebedingungen unter schoenstebuecher.at

30.01.2019
  • Barbara Zeman liest in Mattersburg
  • Die Wiener Journalistin mit burgenländischen Wurzeln, Barbara Zeman veröffentlicht demnächst Ihren Debütroman „Immerjahn“ bei Hoffmann & Campe. Das Buch handelt vom steinreichen Erben Immerjahn, der beschließt, der Exklusivität und dem Luxus seiner Welt zu entfliehen und dabei mit aufkommender Melancholie und so manchen Lebenslügen konfrontiert wird. Die Autorin und Teilzeit-Frühstücksköchin im Wiener Café Jelinek stellt den Roman auch mit Lesungen live vor: So liest die 37-jährige u.a. im Literaturhaus Mattersburg, Termin ist der 20. Februar ab 19 Uhr.

    Weitere Infos hier.

29.01.2019
  • Deutscher Kurzkrimi-Preis 2019 ist ausgeschrieben
  • Ab sofort können sich Krimischreiberinnen und –schreiber wieder für den Deutschen Kurzkrimi-Preis bewerben. Bis zum 25. April steht das Einreichfenster offen, die Texte sollen dabei in kurzer literarischer Form abgefasst sein, müssen einen Bezug zur Eifel aufweisen und dürfen auch noch nicht veröffentlicht sein. Drei Gewinnertexten winkt ein Preisgeld von insgesamt 3.000 Euro sowie der Abdruck des Texts in einer Krimi-Anthologie des KBV-Verlags. In der Jury: Autor Jürgen Kehrer, 3sat-Redakteur Martin Schöne und Nina Grabe vom Rowohlt Verlag.

    Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen zum dazugehörigen Krimifestival „Tatort Eifel“, das im September 2019 stattfinden wird, unter: www.tatort-eifel.de

28.01.2019
  • Man-Booker-Literaturpreis verliert seinen langjährigen Sponsor
  • Strahlkraft: Den Man Booker Prize erhielten seit 1969 so illustre Autorinnen und Autoren wie Salman Rushdie, J. M. Coetzee, Kazuo Ishiguro, Ian McEwan, Julian Barnes, Margret Atwood oder auch Hilary Mantel. Das Preisgeld belief sich dabei zuletzt auf 50.000 Pfund, also knapp 60.000 Euro, gesponsert wurde diese Summe vom Investment-Unternehmen Man Group, die insgesamt seit 2002 kolportierte 25 Millionen Pfund in den Literaturpreis gesteckt hat. Nun zieht sich der Sponsor allerdings zurück. Dem vorausgegangen ist eine Kritik des britischen Bestsellerautors Sebastian Faulks, der den geldgebenden Hedge-Fonds als „Feind“ und den Preis als „irritierend“ bezeichnet hatte. Deutlicher wurde er mit dem Statement, dass die Man Group „nicht die Art Leute sind, die Literaturpreise sponsern sollten – sie sind die Art Leute, die von Literaturpreisen kritisiert werden sollten“, und weiter, „ich würde mich nicht glücklich fühlen, wenn ich Geld von ihnen annähme.“ Die Stiftung des Booker-Literaturpreises ist nun auf der Suche nach einem neuen Kooperationspartner bzw. Geldgeber.

25.01.2019
  • Hideo Yokoyama erhält den Deutschen Krimipreis
  • Der Deutsche Krimipreis wird 2019 zum bereits 35. Mal verliehen. In der Kategorie „International“ hat sich bei der Jury, bestehend aus Spezialistinnen und Spezialisten aus Buchhandel, Medien und Literaturveranstaltern, der Japaner Hideo Yokoyama mit „64“ (Atrium) durchgesetzt – ein Thriller, der auch die Wertung im Buchkultur-Themenheft „Krimi“im Sommer 2018 angeführt hat. Denise Mina, die mit „Blut Salz Wasser“ (Ariadne) in der Buchkultur Platz 2 des Rankings erreicht hat, wurde beim Deutschen Krimipreis mit dem 3. Platz bedacht. Zweiter wurde dort übrigens Tom Franklin mit „Krumme Type, krumme Type“ (Pulp Master). In der nationalen deutschen Wertung setzte sich Simone Buchholz mit „Mexikoring“ (Suhrkamp) durch, gefolgt von „Die Tankstelle von Corucelles“ (Edition Nautilus) von Matthias Wittekindt und „Finsterwalde“ (Rowohlt) von Max Annas, der mit „Illegal“ das Buchkultur-Ranking 2017 anführte.

    Herzliche Gratulation an alle ausgezeichneten Autorinnen und Autoren sowie Verlagsteams!

24.01.2019
  • Der deutsche Buchmarkt in Grafiken und Tabellen
  • Viel ist von der Krise des Buchmarkts, der Veränderung des Leseverhaltens und des Freizeitangebots im allgemeinen die Rede, wenn es darum geht, die Entwicklungen und Trends in der Buchbranche aufzuzeigen. Die FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung hat sich noch im Jahr 2018 die Mühe gemacht, einige dieser gefühlten Wahrheiten zu überprüfen und das vorhandene, empirisch belegte Zahlenmaterial in einer Handvoll leicht verständlicher Grafiken darzustellen.

    Link zum Artikel

23.01.2019
  • Residenz feiert 80. Geburtstag von Erika Pluhar mit Sonderedition im Schuber
  • Sie ist eine der schillerndsten Künstlerinnen der österreichischen Nachkriegsgeschichte: Von 1959 bis 1999, also 40 Jahre lang, war Erika Pluhar Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, daneben und danach erfolgreich tätig als Sängerin und Autorin – aber auch privat durch Ehen und Beziehungen mit Udo Proksch, André Heller oder Schauspieler Peter Vogel und damit verbundenen Schicksalsschlägen immer im Blickfeld der österreichischen Öffentlichkeit.

    Am 28. Februar feiert Erika Pluhar ihren 80. Geburtstag, den ihr Verlag Residenz mit einer luxuriösen Sonderedition drei ihrer Bücher würdigt: „Gegenüber“, „Die öffentliche Frau“ und „Spätes Tagebuch“ erscheinen am 29. Jänner gebündelt im Schuber, am gleichen Tag wird „Gegenüber“ auch als Hörbuch veröffentlicht, gelesen von Pluhar und Anna Dangel. Dazu geht die Erfolgsautorin im Frühjahr auch auf ausgedehnte Lesungsreise durch Deutschland und Österreich. Die Termine:

    13.02.2019 ORF Radiokulturhaus Wien
    17.02.2019 Aula der Evanelischen Kirche, Lippstadt
    20.02.2019 Buchhandlung Morawa, Wollzeile 11, Wien
    04.03.2019 Alte Feuerwache, Mannheim
    21.03.2019 Leipziger Buchmesse
    21.03.2019 Universitätsbibliothek Albertina, Leipzig
    22.03.2019 Pfefferberg Theater, Berlin
    27.04.2019 Kulturhaus Bad Waltersdorf
    28.04.2019 Bildungshaus Schloss Puchberg, Wels
    08.05.2019 Alte Gerberei, St. Johann in Tirol
    16.05.2019 Orangerie Schloss Hellbrunn, Salzburg
    17.05.2019 Meixnerhaus, Kaprun
    05.09.2019 Öffentliche Bibliothek Lannach

22.01.2019
  • Eintracht Frankfurt-Profi Timothy Chandler liest mit Kindern in Schulbibliothek
  • „BuchStapler“ heißt die jährlich stattfindende Aktion der Stadt Frankfurt, bei der rund 3000 Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren 30 ausgewählte Kinder- und Jugendbücher nicht nur lesen, sondern auch aufgefordert werden, diese mit eigenen Worten zu besprechen und einzuschätzen. Gestern startete die bis zum 23. März gehende Aktion, und niemand geringerer als Eintracht Frankfurt-Fußballprofi Timothy Chandler besuchte zu diesem Anlass die winzige Schulbibliothek der Frankfurter Textorschule. Die begeisterten Kinder und Jugendlichen hörten Chandler nicht nur beim Vorlesen aus den Büchern „Das Ravioli-Chaos“ von Katja Reider und „Mega verrückte Fußballfakten“ von Christiana Braun zu, sondern lauschten auch seinen Antworten zu Fragen rund um den Fußball, seiner eigenen schulischen Laufbahn sowie seinem Zugang zum Lesen.

    (Quelle: Buchmarkt)

21.01.2019
  • Katarina Frostenson hat ihren Rücktritt aus der Schwedischen Akademie angeboten
  • Der Literaturnobelpreis, und da vor allem die verleihende Institution Schwedische Akademie, kommt nicht aus den Negativschlagzeilen. Nun hat die Lyrikerin Katarina Frostenson, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Jean-Claude Arnault als Hauptverdächtige in den offenkundig gewordenen Fällen der Vertraulichkeitsverstöße gilt, angeboten, sich aus der Akademie freiwillig zurückzuziehen. Dies hätte für die Akademie zwar einerseits den Vorteil, durch den Wegfall langwieriger Gerichtsverhandlungen nicht noch weitere, teils wenig vorteilhafte Details aus deren Innenleben veröffentlicht sehen zu müssen, ist aber von Frostenson an die Bedingung geknüpft, eine monatliche Rente auf Lebenszeit von 1.250 Euro zu erhalten. Die Autorin argumentiert dies damit, dass sie 25 Jahre für die Akademie tätig gewesen sei, und ihr daher eine „angemessene Pension“ zustünde. Die gegen sie erhobenen Vorwürfe der Korruption weist sie darüber hinaus weiterhin vehement von sich.

    Tatsächlich erhalten Mitglieder der Akademie für ihre Tätigkeit kein Gehalt, werden jedoch von dieser mit einer Reihe von Benefits bedacht, wie erst unlängst eine Expartnerin von Akademiemitglied Horace Engdahl dem schwedischen „Aftonbladet“ anvertraute. So gehören der Stiftung mehrere Wohnungen in Stockholm und Paris, die sie zu äußerst günstigen Konditionen an ihre Mitglieder vermietet, außerdem kommt die Akademie für unbegrenzte Autofahrten, Eintrittskarten für Kulturereignisse, Bücher, aber auch Kleidung auf. Auch üppige Leibrenten für hochgediente Mitglieder - bis zu 100.000 Euro pro Jahr – sind dort alles andere als unüblich.

18.01.2019
  • Bildband zum Konzert im Holocaust Denkmal in Berlin erscheint
  • Es war ein bewusst einmaliges Konzert, mit dem Daniel-Jan Girl ein Zeichen für eine zukünftige Erinnerungskultur in einer digitalen Welt setzte: 24 Musikerinnen und Musiker der Kammersymphonie Berlin führten vor 3.000 Menschen am 9. Mai 2008 „Vor dem Verstummen“ von Harald Weiss im Stelenfeld in Berlin auf, seither ist das Konzert ausschließlich in einer digitalen 3D-Animation nacherlebbar. Nun erscheint ein Bildband, der dieses Konzert ins Zentrum der Auseinandersetzung mit dem Denkmal von seiner Entstehung 1989 bis zum Jubiläumsjahr 2010 setzt. Am 26. Jänner findet in Berlin die Buchvorstellung von „Vor dem Verstummen. Konzert im Denkmal“ mit Signierstunde statt, bei der Autor Daniel-Jan Girl, Komponist Harald Weiss und Lea Rosh, die Präsidentin des Förderkreises Denkmal für die ermordeten Juden Europas e. V., anwesend sein werden.

    26. Jänner 2019, 14 - 15 Uhr
    Nicolaische Buchhandlung, Rheinstraße 65, 12159 Berlin

17.01.2019
  • Erste Zahlen vom österreichischen Buchmarkt
  • Im Auftrag des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels erhebt Media Control die Umsatzzahlen für den österreichischen Buchhandel. Erhoben werden dabei die Absätze über die Scannerkassen von stationärem Buchhandel, E-Commerce inkl. Amazon, Bahnhofsbuchhandel sowie branchenfremde Verkaufsstellen, noch nicht enthalten sind die Verkäufe über Direktvertrieb der Verlage und Buchgemeinschaften.

    Bei der Auswertung dieses ersten Jahresergebnisses zeigt sich, dass der globale Trend zum Sachbuch auch vor Österreich nicht haltmacht: So erwirtschaftete jenes Segment ein Plus von 6,05 % gegenüber dem Vorjahr, und auch das Kinderbuch konnte analog zu vielen anderen Ländern um deutliche 4 % zulegen. Weniger erfreulich sehen die Zahlen für Belletristik (minus 5,2 %) und Reiseliteratur mit einem Rückgang von 5,54 % aus – was zu einem Gesamtergebnis von minus 1,15 % für den österreichischen Buchhandel 2018 führt. Interessant auch die Zahlen zur Preisentwicklung: Der durchschnittliche Buchpreis für ein Hardcover belief sich 2018 auf 16 Euro (plus 1,45 %), ein Taschenbuch kostete im Durchschnitt zirka 10,95 Euro (plus 1,2 %).

16.01.2019
  • Die Wissenschaftsbücher des Jahres stehen fest
  • Das Publikum hat entschieden: Über 9.000 Stimmen wurden zwischen November 2018 und Anfang Jänner 2019 in österreichischen Buchhandlungen, Büchereien und Bibliotheken, sowie auf wissenschaftsbuch.at abgegeben, um aus einer Shortlist von je fünf Titeln in vier Kategorien die „Wissenschaftsbücher des Jahres“ auszuwählen.

    Die vier Gewinner-Titel lauten:

    „Rothschild. Glanz und Untergang des Wiener Welthauses“ (Molden)
    Geistes-, Sozial-, Kulturwissenschaft //
    Das „Welthaus Rothschild“ besaß bis 1914 die größte Bank der Welt. Roman Sandgruber, emeritierter Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, zeichnet ein Bild vom Aufstieg der Familie und dem Schicksal ihres österreichischen Zweigs. Er schildert Geschäfte und Transaktionen, Skandale und Dramen.

    „Was ist der Mensch? Störungen des Gehirns und was sie über die menschliche Natur verraten“ (Siedler)
    Medizin, Biologie //
    Psychiater, Neurowissenschaftler und Medizin-Nobelpreisträger Eric Kandel zeigt anhand vieler Beispiele, von Angstzuständen bis zur Schizophrenie, von Sucht bis Bipolarität, wie sehr biologische Prozesse unsere Identität prägen. Gerade die Störungen, Abweichungen und Anomalien machen sichtbar, was den Menschen eigentlich ausmacht.

    „Lise Meitner. Pionierin des Atomzeitalters“ (Residenz)
    Naturwissenschaft, Technik //
    Lise Meitner promovierte 1906 als zweite Frau an der Universität Wien in Physik und etablierte sich in der männerdominierten Wissenschaft. David Rennert, Historiker und Politikwissenschaftler, und die Physikerin und Philosophin Tanja Traxler (Österreichischer Förderungspreis für Wissenschaftspublizistik 2018), zeichnen Lise Meitners Leben vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung der Atomphysik und der großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts nach und geben neue Einblicke in die Welt der Wissenschaftlerin.

    „So ein Mist“ (Tyrolia)
    Junior-Wissensbücher //
    Die Autorin Melanie Laibl und ihre Illustratorin Lili Richter widmen sich in ihrem Buch dem Abfall in jeglicher Form. Dabei spannt sich der Bogen vom Kreislauf der Natur über Themen wie Lagerung, Trennung, Recycling, Wasser- und Luftverschmutzung bis hin zu all dem Weltraummüll, der sich fortlaufend um die Erde bewegt.

    Die Preisverleihung erfolgt am 11. März 2019 im Rahmen eines „Science Talks“ in Wien, die Gewinnerinnen bzw. Gewinner der Publikumspreise werden demnächst verständigt. Ziel der Aktion des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, die es bereits seit 2007 gibt und vom Verlag Buchkultur durchgeführt wird, ist es, den Stellenwert des wissenschaftlichen Sachbuches deutlich zu machen und den Dialog zwischen breiter Öffentlichkeit und Wissenschaft zu stärken.

15.01.2019
  • Auch US-Buchhandel legt 2018 zu
  • Vor kurzem berichteten wir über das hauchdünne Umsatzplus für den deutschen Buchhandel 2018, nun liegen auch erste amerikanische Zahlen vor: Laut NPD BookScan wurden im Vorjahr in den USA 695 Millionen gedruckter Bücher verkauft, was einem Plus von 1,3% entspricht. Analog zu Deutschland war auch in den Vereinigten Staaten das Sachbuch-Segment der entscheidende Gewinnbringer mit einem Plus von 8,5% gegenüber 2017, so wurden allein von Michelle Obamas „Becoming“ 3,4 Millionen Exemplare abgesetzt. Interessantes Detail: Hardcover legten deutlich zu, während Paperpacks ein schmales Minus von 0,5% und Taschenbücher mit minus 6,1% einen sehr deutlichen Rückgang hinnehmen mussten.

14.01.2019
  • E-Books erhalten ermäßigten Mehrwertsteuersatz
  • Was bei ihren gedruckten Pendants selbstverständlich ist, wird demnächst auch für E-Books in Deutschland und Österreich umgesetzt: Wie die Regierungen in Deutschland und nun auch Österreich bekannt gaben, wird zukünftig auch für E-Books der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Kulturgüter von 7% statt 19% (Deutschland), bzw. 10% statt 20% (Österreich) eingeführt. Auch digitale Zeitschriften und Zeitungen werden von dieser Neuregelung betroffen sein. Vermuteter positiver Nebeneffekt für die Buchkäufer: sogenannte Hybridprodukte aus gedrucktem Buch und E-Book dürften von den Verlagen in Zukunft deutlich öfter angeboten werden, weil mit der Vereinheitlichung die schwierige Abgrenzung von unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen entfällt.

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