25.04.2018
  • Blogbuster-Literaturpreis präsentiert Shortlist
  • Insgesamt wurden 180 unveröffentlichte Romanmanuskripte zum Wettbewerb eingereicht, nun bestimmte die Fachjury des Blogbuster-Literaturpreises die drei Titel umfassende Shortlist:

    - Sabine Huttel: „Ein Anderer“
    - Sebastian Guhr: „Die langen Arme“
    - Miku Sophie Kühmel: „Fellwechsel“

    Der Gewinnertitel wird auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober bekannt gegeben, als Preis winkt die Romanveröffentlichung im Verlag Kein & Aber zur Frankfurter Buchmesse 2019. Der Jury gehören Sara Schindler, Cheflektorin bei Kein & Aber, der ARD-Literaturkritiker Denis Scheck, die Literaturagentin Elisabeth Ruge, Lars Birken-Bertsch von der Frankfurter Buchmesse, die Bestsellerautorin Isabel Bogdan, Rechtsanwalt Tilman Winterling und Literaturblogger Tobias Nazemi an.

24.04.2018
  • Revolte beim Literaturfest Salzburg
  • Künstlerische und gesellschaftliche Revolten bilden die Themenklammer für das 11. Literaturfest Salzburg, das 2018 von 23. bis 27. Mai stattfinden wird. „Der Bogen des Programms spannt sich von gesellschaftlichen, sozialen und politischen Umbrüchen und Veränderungen bis zu ästhetischen und künstlerischen Revolten, dabei hat die Zeit um 1968 und danach eine besondere Bedeutung", erklären dazu die beiden Programmverantwortlichen Christa Gürtler und Valerie Besl. So beschwört Büchner-Preis-Träger Friedrich Christian Delius in seiner Erzählung „Die Zukunft der Schönheit“ den Aufbruchsgeist der späten Sechzigerjahre. Das Aufbegehren der Schülerinnen eines katholischen Internats thematisierte Barbara Frischmuth bereits in ihrem Debüt "Die Klosterschule" aus dem Jahr 1968. Die Geschichten des Schweizer Autors Michael Fehr, die er nicht aufschreibt, sondern aufnimmt, stellen wiederum Sprachkompositionen dar, die Denken und Sprechen komplex miteinander verbinden. Zum Thema „1968 - Kulturen der Rebellion“ diskutieren beim Literaturfest der Kulturwissenschaftler Helmut Lethen, die feministische Sozialwissenschaftlerin und Vorsitzende von Frauen ohne Grenzen Edit Schlaffer und der Schriftsteller Frank Witzel: Er liest auch aus seinem hybriden Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“. In weiteren Programmformaten ergänzen und bedingen sich Text und Musik u. a. bei Dental Princes, Ferdinand Schmalz und Clara Frühstück; Und Margit Schreiner kann für eine Lesung im privaten Rahmen eingeladen werden.

    Das Programm im Detail ist hier aufrufbar.

23.04.2018
  • 23. APRIL IST WELTTAG DES BUCHES
  • Als die UNESCO 1995 den Welttag des Buches ins Leben rief, war der 23. April so etwas wie eine natürliche Wahl: an diesem Tag starben im Jahr 1616 Miguel de Cervantes, William Shakespeare und Inca Garcilaso de la Vega. Auch andere prominente Autorinnen und Autoren wurden im Lauf der Geschichte an diesem Datum geboren oder sind gestorben, z.B. Maurice Druon, Vladimir Nabokov, Manuel Mejía Vallejo und Haldor K.Laxness. Mit diesem Tag soll Aufmerksamkeit geschaffen werden für Bücher, Autorinnen und Autoren, und vor allem die jungen Leser an das Medium Buch herangeführt werden. Buchhandlungen, Antiquariate und Literaturhäuser feiern den Welttag des Buches mit Lesungen und Give-Aways, und unter dem Hashtag #verlagebesuchen haben sich einige deutsche Verlage bereit erklärt, ihre Türen für das Publikum zu öffnen, u.a. dtv, Argon oder Kosmos. Die ganze Liste der teilnehmenden Verlage mit ihren Aktionen im Rahmen von #verlagebesuchen kann hier eingesehen werden.

20.04.2018
  • 19. poesiefestival berlin unter dem Motto „Werte Vers Kunst“
  • Rund 150 internationale Lyrikerinnen und Lyriker werden zum 19. poesiefestival berlin vom 24. bis 31. Mai erwartet, wenn es darum gehen wird, gesellschaftliche Werte durch Verse und in Form von Lesungen, Performances, Konzerten und Ausstellungen zu reflektieren und auf die Berliner Bühnen zu bringen. Eröffnet wird das Festival mit Weltklang – Nacht der Poesie. Zu Gast sind dabei Charles Bernstein (USA), Robert Forster (Australien), Jorge Kanese (Paraguay), Katalin Ladik (Serbien), Ketty Nivyabandi (Burundi), Kerstin Preiwuß (Deutschland), Yoko Tawada (Japan/Deutschland), Søren Ulrik Thomsen (Dänemark) und Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki (Polen). Das 19. poesiefestival berlin ist ein Projekt des Hauses für Poesie in Kooperation mit der Akademie der Künste in Berlin. Detailliertes Festivalprogramm und Ticketvorverkauf unter: www.haus-fuer-poesie.org

19.04.2018
  • Pulitzer-Preis für Andrew Sean Greer
  • „Jeder von uns ist die Liebe im Leben eines anderen.“ So begann Andrew Sean Greer sein zweites Buch über einen Mann, der rückwärts alterte, und das 2005 den endgültigen Durchbruch markierte: „Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli“. „Ein seltsames, ein wundersames Buch mit einer umgekehrten Optik, traurig und voller Liebe“ befand Sylvia Treudl damals in Ausgabe 99 der Buchkultur. Nun hat Greer mit seinem aktuellen Buch „Less“ (in der deutschen Übersetzung „Mister Weniger“, S. Fischer) den renommierten amerikanischen Pulitzer-Preis für Belletristik erhalten. Das Buch ist eine unkonventionelle Liebeskomödie, in der der Protagonist Arthur Weniger sich aufgrund von Hochzeitspanik samt Flucht an alte Lebensgabelungen gezwungen sieht, sich mit dem Wesen der Liebe auseinanderzusetzen. Zwischen „Max Tivoli“ und „Less“ erschienen von Greer nur zwei Romane: 2008 „The Story of a Marriage“ und 2013 „The Impossible Lives of Greta Wells.“

18.04.2018
  • Mayersche Buchhandlung unterstützt UNICEF
  • Seit fast zehn Jahren unterstützt die Mayersche Buchhandlung die Arbeit von UNICEF mit dem Verkauf von Weihnachtsgrußkarten. Helmut Falter, Seniorchef der Mayerschen, überreichte am 17.4. in der Aachener Filiale nun einen Scheck mit den Erlösen aus dem Weihnachtsgeschäft 2017 in Höhe von knapp 58.000 Euro an Jasper Bröker, Leiter Unternehmenspartnerschaften bei UNICEF Deutschland. Mit dem nicht zweckgebundenem Erlös kann UNICEF in akuten Notsituationen schnell reagieren, andererseits auch Kinder in Langzeitkonflikten unterstützen. Insgesamt sind durch die erfolgreiche Kooperation bisher Erlöse von knapp 650.000 Euro für UNICEF zusammen gekommen.

17.04.2018
  • Ursula Gräfe: Zur leichten Muse neigend
  • Seit 30 Jahren übersetzt Ursula Gräfe literarische Texte. In diesem Frühjahr erschienen gleich drei von ihr aus dem Japanischen ins Deutsche übertragene Romane. Im Buchkultur-Interview spricht sie über „ihre“ japanischen Autor/innen, die Arbeit des Übersetzens und wie sie mit negativer Kritik umgeht. Von Maria Leitner

    Obwohl Sie 13 Autoren übersetzt haben, bringt man Sie sofort mit Murakami in Verbindung – fühlen Sie sich dadurch etwas „eingeengt“?

    Gräfe: Nein, eigentlich nicht – Haruki Murakami (ich übersetze auch noch Ryu Murakami) ist eben der weltweit bekannteste japanische Autor. Ich freue mich sogar darüber.

    Gehen Sie mit anderen Gefühlen an die Übersetzungsarbeit von Klassikern wie Kenzaburo Oe als bei weniger bekannten Schriftstellern?

    Gräfe: Nein, ich nehme alle Texte gleich ernst. Bei dieser Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass ich nur einen halben Roman von Kenzaburo Oe übersetzt habe – „Stille Tage“. Die meisten Übersetzungen von Oes Werken werden von meiner Kollegin Nora Bierich angefertigt.

    Kann man als Übersetzer das Interesse an einem Autor verlieren? An Yoko Ogawa z. B. haben Sie „nur“ von 2001 bis 2007 gearbeitet.

    Gräfe: Das ist mir noch nicht passiert. Bei Yoko Ogawa war der Grund ein zeitlicher Engpass, ein Sachzwang sozusagen. Das war schade. Es kann vorkommen, dass sich Bücher überschneiden oder schon getroffene Vereinbarungen weitere Projekte verhindern.

    Als Übersetzerin sind Sie die Schnittstelle zwischen Autor und Leser. Können Sie sich die gewisse Enttäuschung der Murakami-Fans an seinem neuen Buch erklären? Und trifft Sie negative Kritik an „Ihren“ Autoren persönlich?

    Gräfe: Aber die Enttäuschung hält sich doch sehr in Grenzen. Die Resonanz ist überwiegend positiv. Immerhin war er bereits in der zweiten Woche nach Erscheinen auf Platz 3 der Spiegelbestsellerliste. Aber wenn ein Autor über lange Jahre sehr beliebt ist, wächst natürlich die Erwartung, dass er sich bei jedem Buch selbst übertrifft.

    Ja, negative Kritik beunruhigt mich wirklich – als Übersetzerin fühle ich mich immer mitverantwortlich für den Erfolg oder Misserfolg eines von mir übersetzten Buches. Das geht wohl allen Übersetzern so. Ich übersetze nur Bücher, die mir gut gefallen, das heißt, ich rechne von vorneherein damit, dass ein Buch Anklang findet.

    Sex spielt bei Murakami eine große Rolle, aber auch bei Fuminori Nakamura. Ist das ein Kennzeichen japanischer (Männer-)Literatur?

    Gräfe: Nicht unbedingt, aber ich glaube, die Schilderung von Sexualität in der japanischen Literatur im Allgemeinen und bei Murakami im Besonderen unterscheidet sich von der im „Westen“ vorherrschenden romantischen Funktion, die Sex häufig in einem Romangeschehen einnimmt. Bei Murakami z. B. geht es bei der Beschreibung sexueller Begegnungen häufiger um die Illustration eines Ausnahmezustands oder sogar einer Grenzüberschreitung als um Liebe.

    In der 67. Folge des Literarischen Quartetts (2000) bezeichnete Sigrid Löffler Murakami als „literarisches fastfood“ und löste damit die sogenannte Murakami-Kontroverse aus. Sie hatte das besprochene Werk in der amerikanischen Übersetzung gelesen, die tatsächlich viel rauer, ungehobelter war als Ihre. Mit Ihren Kommentaren dazu machten Sie einen Aspekt der Übersetzungsarbeit deutlich, der bislang wenig bis gar nicht beachtet worden war: nämlich nicht nur den der „Zielsprache“, sondern auch des „Zielpublikums“. Wie sehr erlaubt das Eingriffe des Übersetzers in den Originaltext?

    Gräfe: Murakami hat einmal gesagt: „Geschichten müssen den Lesern kalte Schauer den Rücken hinunter jagen, sie zum Weinen bringen oder so zum Lachen, dass sie sich die Bäuche halten. Sie müssen für eine Weile Hunger und Kälte vergessen machen. Er ein solcher, physisch, das heißt auf der Haut spürbarer Effekt macht eine hervorragende Geschichte aus. Sie muss den Geist der Leser an einen anderen Ort transportieren, sie ihrer Wirklichkeit entrücken. Sie muss die Mauer, die >diese Welt< von >jener Welt< trennt, für sie durchbrechen und sie auf die andere Seite schicken.“

    Ich sehe meine wichtigste Aufgabe darin, diesen Effekt soweit wie möglich in meiner eigenen Sprache zu reproduzieren. Das heißt, für mich steht der Anspruch des Autors im Vordergrund. Philologische Ansprüche spielen gegenüber Sinn und Atmosphäre untergeordnete Rolle.

    Was ist am „Commendatore“ japanisch?

    Gräfe: Auf jeden Fall ist der selbstverständliche Umgang mit „übernatürlichen“ Phänomenen seit jeher ein Merkmal der japanischen Literatur. Die im Buch zitierte Erzählung „Die Bande über zwei Leben“ von Akinari Ueda aus dem 18. Jahrhundert wäre hierfür ein Beispiel. Was zwischenmenschliche Beziehungen angeht, gelten natürlich in Japan häufig andere Regeln. Einerseits bleibt – aus Rücksicht auf das Gegenüber – vieles unausgesprochen, wohingegen anderes auf für uns überraschende Weise explizit gemacht wird. Oder meinten Sie die sehr „entschleunigte“ Erzählweise? Tatsächlich ist es auch eine Eigenart japanischer Texte gleiche Vorgänge aus verschiedenen Perspektiven wiederzugeben, sodass beim westlichen Leser ein Eindruck von Redundanz entstehen kann.

    Ich habe gerade mit großem Vergnügen „Die Ladenhüterin“ von Sayaka Murata gelesen. Ist die witzige Zweideutigkeit des Titels bereits im Original vorhanden?

    Gräfe: Wirklich eines meiner Lieblingsbücher. Die Übersetzung hat großen Spaß gemacht. Den Titel finde ich auch äußerst gelungen und treffend (er stammt vom Verlag). Ich hatte „Homo Convenience“ vorgeschlagen, weil das Original „Konbini ningen“ („Konbini-Mensch“) heißt. Aber so ist es natürlich viel schöner.

    Es ist bemerkenswert, wie Sie jedem „Ihrer“ Autoren den eigenen Ton verleihen (wie eben der „Ladenhüterin“ den kafkaesken Humor). Das kann doch nicht einfach Routine sein …

    Gräfe: Es freut mich sehr, dass Sie das sagen – tatsächlich empfinde ich Routine als eine Gefahr. Natürlich ist das Handwerk sehr wichtig, aber auch eine gewisse schauspielerische Neigung seitens des Übersetzers schadet nicht. Sie hilft dabei, sich in die Figuren hineinzuversetzen.

    Wie würden Sie Ihren „Werdegang“ bzw. sich selber kurz beschreiben?

    Gräfe: Vielleicht als Dilettantin? Ich gehöre zu den Menschen, die leicht Feuer fangen und gern in den verschiedensten Bereichen dilettieren– abgesehen von Japan beispielsweise für die indischen Veden, verschiedene Religionen, die englische Literatur des 16. oder 19. Jahrhunderts usw. Immer zur „leichten Muse“ neigend.

    Und ein bisschen Persönliches: Hat Japan auch im Privaten einen Stellenwert? Was liest eine „Meisterübersetzerin“, wie Sie Hannah Janz in einer online-Ausgabe des „Japan Digest“ genannt hat (14.12.2016) abends im Bett?

    Gräfe: Einmal natürlich Werke, die mit Japan zu tun haben – vor kurzem von Marion Poschmann „Die Kieferninsel“ oder auch sehr gern Amelie Nothomb. Ich schrecke aber auch nicht vor Dan Brown zurück. „Origin“ habe ich gerade zu Ende gelesen. Eine besondere Vorliebe habe ich für russische Autoren. Tschechow und Tolstoi z. B.

    Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt/Main Japanologie und Anglistik studiert. Sie übersetzt seit dreißig Jahren literarische Texte aus dem Japanischen, Englischen und Amerikanischen. Unter anderem von Nobelpreisträger Kenzaburō Ōe, Yoko Ogawa und Haruki Murakami.

    In diesem Frühjahr sind vier von ihr aus dem Japanischen übersetzte Romane auf Deutsch erschienen:

    Keigo Higashino
    „Unter der Mitternachtssonne“
    Tropen, 720 S.

    Haruki Murakami
    „Die Ermordung des Commendatore I. Eine Idee erscheint“
    DuMont, 480 S.

    Haruki Murakami
    „Die Ermordung des Commendatore II. Eine Metapher wandelt sich“
    DuMont, 500 S.

    Sayaka Murata
    „Die Ladenhüterin“
    Aufbau, 145 S.

16.04.2018
  • Franz Kabelka & Hannes Vyoral im Literaturhaus Salzburg
  • Ein Abend voller Gegensätze, der das Spannungsfeld der Gegenwartsliteratur hörbar macht, findet an diesem Donnerstag im Literaturhaus Salzburg statt: In der Reihe „Aus der Provinz: Krimi trifft Lyrik“ sind diesen Donnerstag Franz Kabelka und Hannes Vyoral zu Gast. Kabelkas neuester, sechster Kriminalroman „Kaltviertel“ spielt im Waldviertel und ist ein Rachedrama, das den ganzen Ort und seine Bewohner/innen mit hineinzieht, in dem der Bürgermeister tot in einer Höhle gefunden wird und alles auf den Mörder hinzuweisen scheint, bis der Fall eine unerwartete Wendung nimmt. Vyoral wiederum hat bisher 14 Lyrikbände veröffentlicht, die großen Anklang fanden. Er liest aus seinem neuen Band „jahrland.kalendergedichte“, erschienen 2017 in der burgenländischen Edition lex liszt.

    Donnerstag, 19. April, 19.30 Uhr
    Literaturhaus Salzburg
    Eintritt: € 8/6/4

13.04.2018
  • 10 Jahre edition keiper
  • Seit 10 Jahren steht die Edition Keiper in Graz für einen offenen, gegenwärtigen Literaturbegriff mit Schwerpunkt Österreich. So finden sich im aktuellen Programm Titel von Harry Stojka und Wolfgang Pollanz, wie auch Gedichte von Christoph Janacs. Für den ersten runden Geburtstag hat sich das Verlagsteam um Anita Keiper, Robert Fimbinger und Michaela Hronovsky-Ortner eine besondere Tour de Force einfallen lassen: 25 Stunden lang, von Freitag, 20. April, 18 Uhr bis Samstag, 21. April, 20 Uhr, finden im 20-Minuten Takt nonstop Lesungen aus den Keiper-Büchern der letzten 10 Jahre statt. Neben den Autor/innen des Verlags können dabei auch Interessierte mitlesen – noch sind von den insgesamt 75 Leserterminen ein paar wenige zu nächtlicher Stunde verfügbar! Wer sich am Marathon beteiligen möchte: Informationen zu Anmeldung und Ablauf finden sich unter www.editionkeiper.at/shop/25-stunden-lesung. Für alle Lesefaulen steigt nach dessen Ende noch eine reguläre Party.

    10 Jahre Edition Keiper, Puchstraße 17, 8020 Graz
    Freitag, 20. April 2018, 18 Uhr bis Samstag, 21. April 2018, 20 Uhr
    (Einleitung und 25 Stunden lang Lesungen)

    Eintritt frei! Für Essen und Getränke ist rund um die Uhr gesorgt.

    Ablauf:
    • Fr., 20.4.2018, 18 Uhr bis 19 Uhr:
    Eröffnung durch Kulturstadtrat Dr. Günter Riegler
    Festvortrag von Literaturwissenschafter Dr. Hugo Keiper:
    "Lesensangelegenheiten – oder: Reading Matters"

    • Fr., 20.4.2018, 19 Uhr bis Sa., 21.4.2018, 19.40 Uhr:
    Nonstop-Lesungen im 20-Minuten-Takt

    • Sa., 21.4.2018, 19.40 Uhr bis 20.00 Uhr:
    "Literarische Klangwolke" – Die letzte Einheit wird als „Literarische Klangwolke“ gemeinsam von ALLEN Anwesenden gelesen.

    • Sa., 21.4.2018, 20 Uhr: Party

12.04.2018
  • Preisverleihung für das Wissenschaftsbuch des Jahres
  • Seit 2008 wird das Wissenschaftsbuch des Jahres in den vier Kategorien Medizin/Biologie, Naturwissenschaft/Technik, Geistes-/Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Junior-Wissensbücher vergeben. Aus einer Longlist von knapp 100 Titeln wählte eine Fachjury im Herbst 2017 eine Shortlist von je 5 Titeln aus, aus denen mittels einer Publikumswahl mit über 12.000 Stimmen die vier Siegertitel bestimmt wurden. Die meisten Stimmen erhielten 2018 dabei folgende Bücher:

    - Florian Aigner: „Der Zufall, das Universum und du“ (Brandstätter)
    - Martin Grunwald: „Homo Hapticus“ (Droemer)
    - Elena Favilli/Francesca Cavallo: „Good Night Stories for Rebel Girls: 100 außergewöhnliche Frauen“ (Hanser)
    - Frank Trentmann: „Die Herrschaft der Dinge“ (DVA)

    In einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der Langen Nacht der Forschung werden am 13. April um 20.30 Uhr die Preise von Bundesminister Dr. Heinz Faßmann verliehen. Der Eintritt ist frei – alle Interessierten sind herzlich willkommen!

    Preisverleihung Wissenschaftsbuch des Jahres
    Vortragszelt des Forschungspfades im Rahmen der Langen Nacht der Forschung, Heldenplatz, Wien
    13. April 2018, 20.30 Uhr

    Weitere Informationen zu den Büchern und dem Preis unter www.wissenschaftsbuch.at

11.04.2018
  • Die Donut-Ökonomie kommt nach Österreich und Deutschland
  • Von einem zuckrigen Donut inspiriert, vereint Kate Raworth, die als „Bad Girl“ der anglo-amerikanischen Ökonomie mit einem globalen Netzwerk gilt, in ihrem Modell für eine neue, globale Ökonomie auf überraschende Weise Kapitalismus, Ökologie und soziale Grundrechte. Somit rückt sie wieder in den Fokus, was im Wirtschaftsmainstream der letzten Jahrzehnte zusehends an den Rand gedrängt wurde: den Mensch und sein Wohlergehen. „Die Donut-Ökonomie. Endlich ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört“ (Hanser) heißt das dazugehörige, soeben erschienene Buch und wird in der nächsten Ausgabe 177 der Buchkultur (erscheint am 17. April) ausführlicher besprochen. Die Autorin, die als Universitäts-Professorin in Oxford und Cambrigde lehrt, kommt dafür auf ausgedehnte Lesereise bzw. speakers tour in den deutschsprachigen Raum.

    Die Termine:

    22.4., 13 Uhr
    Wien, Radiokulturhaus
    Moderation: Klaus Unterberger (ORF Public Value)
    Podium: Kate Raworth mit Monika Köppl Turyna (Agenda Austria), Christian Felber (Gemeinwohlökonomie), Leonhard Dobusch (Universität Innsbruck) und Katharina Schrimpf (Gesellschaft für plurale Ökonomik)

    23.4. 19 Uhr
    Wien, Universität für Bodenkultur Moderation: Fred Luks (Leiter des Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit, Wien)
    Podium: Kate Raworth mit Ika Darnhofer und Sigrid Stagl

    24.4., 20 Uhr
    Heidelberg, Center für American Studies
    Vortrag und Podiumsdiskussion in englischer Sprache.

    25.4. 14.30 Uhr
    Köln, Universität
    Workshop in englischer Sprache.

    25.4. 19 Uhr
    Bochum, Bochumer Fenster
    Moderation: Michael Roos (Lehrstuhl für Makroökonomik, Ruhr-Universität Bochum)
    Podium: Kate Raworth mit Uwe Schneidewind (Wuppertal Institut), Lisa Storcks (Hochschulgruppe Plurale Ökonomik Bochum)

    26.4. 20 Uhr
    Göttingen, Kunstsammlung der Universität Göttingen
    Vortrag und Podiumsdiskussion in englischer Sprache.

    27.4. 18 Uhr
    Berlin, Heinrich-Böll-Stiftung
    Moderation: Daniel Leisegang (Blätter für deutsche und internationale Politik)
    Podium: Kate Raworth mit Ellen Ehmke (Oxfam) und Jonathan Barth (Netzwerk Plurale Ökonomik)

10.04.2018
  • Neue österreichische Literatur in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur
  • Heute Dienstag wird in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur „AUS SPRACHE II: Games of Elements“ (Edition Art Science) präsentiert – der von Petra Ganglbauer und Erika Kronabitter herausgegebene zweite Band der Reihe rückt den poetischen Dialog zwischen verschiedenen Generationen ins Zentrum der Auseinandersetzung. Folgende Autorinnen schrieben einander paarweise im ›Stille-Post-Verfahren‹ zu: Patricia Brooks und Judith Nika Pfeifer, Petra Ganglbauer und Sophie Reyer, Karin Ivancsics und Katharina Tiwald, Ilse Kilic und Melamar, sowie Erika Kronabitter und Marianne Jungmaier. Zusätzlich wird mit „Zur Lage“ von Petra Ganglbauer ein zweites Edition Art Science-Buch unter der Moderation von Ursula Ebel besprochen.

    Morgen Mittwoch zeigt dann der Limbus-Verlag einen Überblick über seine lyrische Neuerscheinungen: Erwin Uhrmann präsentiert die Reihe mit Gedichtbänden von Ewald Baringer, Stephan Eibel Erzberg und Alexander Peer, die sich konsequent der zeitgenössischen Lyrik in hochwertiger Gestaltung widmet.

    Österreichischen Gesellschaft für Literatur
    Herrengasse 5, 1010 Wien
    Beginn jeweils 19 Uhr, Eintritt frei!

09.04.2018
  • Umfrage zur sozialen Lage im Kunstbetrieb
  • Die soziale Lage von Künstlern, Kulturvermittlern und Arbeitern im Kunstbetrieb ist seit jeher in der Regel schwierig, mit Tendenzen zum Prekariat sowohl bei Frauen als auch Männern. Nun gibt es eine Umfrage von L&R Sozialforschung und österreichische kulturdokumentation, die die Bedingungen statistisch erfassen will. Alle oben genannten Gruppen können noch bis zum 30. April anonym an der Befragung teilnehmen.

    Hier geht es zur Umfrage.

06.04.2018
  • Eifel-Literaturfestival startet heute mit Sebastian Fitzek
  • Sechs Millionen Käufer sind dem deutschsprachigen Buchhandel in den Jahren 2012 bis 2016 abhanden gekommen, berichtete unlängst GfK – wenn man sich fragen möchte, wohin all diese Leser verschwunden sind, möchte man fast meinen, dass sie sich nun direkt vor den Lesebühnen einfinden, so gut besucht erweisen sich diverse Literaturfestivals und Autorenlesungen in den letzten Jahren. Dementsprechend ist es auch alles andere als überraschend, dass gerade traditionsreiche Festivals wie das seit knapp 25 Jahren biennal stattfindende Eifel Literatur Festival einen bisher nicht gekannten Publikumsandrang erleben: Dessen heutige Eröffnungsveranstaltung mit Sebastian Fitzek mit über 1.000 Plätzen im Eventum Wittlich ist bereits seit Wochen ausverkauft, genauso wie ähnlich groß dimensionierte Veranstaltungen mit Peter Wohlleben oder Elke Heidenreich. Trotzdem befinden sich unter den insgesamt 24 Programmpunkt-Abenden, die bis zum 26. Oktober in der Eifel-Region stattfinden, noch einige weitere Termine, für die sich eine Reise in den westdeutschen Zipfel nahe der belgischen Grenze mehr als lohnt: So liest Sven Regener am 8. Mai in Wittlich aus „Wiener Straße“, kommt Peter Stamm am 1. Juni mit „Weit über das Land“ nach Prüm oder präsentiert Raoul Schrott seine „Erste Erde“ am 14. September im Bitburger Haus Beda.

    13. Eifel Literatur Festival 2018
    6. April bis 26. Oktober 2018
    Programm und Tickets unter: www.eifel-literatur-festival.de/programm

05.04.2018
  • Bestseller mit Social Media-Stars
  • Dass ein hoher Bekanntheitsgrad in den sozialen Medien nicht gleichbedeutend mit einen Verkaufserfolg bei einer Buchveröffentlichung ist, haben schon viele klassische Publikumsverlage bei Projekten mit InfluencerInnen zur Kenntnis nehmen müssen. Mit der 2017 exklusiv für Stars aus YouTube, Instagram und Co. geschaffenen „Community Editions“, einem Projekt der Medienunternehmen Lübbe, VEMAG und videodays, scheint sich dies jedoch nun zu ändern: Der laut Eigendefinition „Verlag für Social Media Influencer“ hat mit dem meistgeklickten YouTuber Deutschlands Paluten – bürgerlich Patrick Mayer, der als sympathischer Minecraft-Let’s Player bekannt wurde – und dessen Roman „Die Schamahamas-Verschwörung“ scheinbar mühelos den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste vom 4. April erklommen, noch vor dem bisherigen Spitzenreiter „Strafe“ (Luchterhand) von Ferdinand von Schirach. Weitere Buchveröffentlichungen des Verlags im Frühjahr 2018 sind Titel von Luna Darko, Jana Walter sowie der Beauty-Vloggerinnen Paola Maria und ViktoriaSarina. Ironisches Detail am Rande: Dass die Community Editions Erfolgstitel am Markt platziert, kann auf jeden Fall nicht mit der Vermarktung der eigenen Marke in den sozialen Medien in Zusammenhang stehen: auf Facebook steht die offizielle Profilseite des Verlags bei derzeit 160 Followern.

04.04.2018
  • Kinderbibliothek in Wiener Flüchtlingsquartier eröffnet
  • Mit der Aktion „Wunschbaum“ sammelte die Buchhandlung Tyrolia anlässlich ihre 100-jährigen Bestehens im Dezember 2017 über 70 Kinderbücher – nun sind sie den kleinen Bewohnerinnen und Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft Donauquartier in der Wiener Mariannengasse übergeben worden. „Dank des Engagements von Tyrolia können wir nun unsere Donauquartier-Bibliothek eröffnen. Die Kinder können sich nach Lust und Laune Bücher ausborgen und viel Spaß an den vielfältigen Geschichten haben. Und ganz nebenbei werden damit ihre ohnehin schon beeindruckenden Deutschkenntnisse weiter verbessert“, freut sich Donauquartier-Mitarbeiterin Christina Thomar.

    Das Donauquartier ist eine gemeinnützige GmbH, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen auf der Suche nach Schutz und Hilfe zu unterstützen. Dabei spielen Herkunft, ethnische Zugehörigkeit oder der Grad der Bedürftigkeit keine Rolle. Am Standort Mariannengasse wohnen zurzeit 45 Familien.

03.04.2018
  • Cartoons zur Hochzeit
  • Neue Ausstellung, neues Cartoonbuch der Galerie der Komischen Künste: am 11. April eröffnet im Wiener Museumsquartier pünktlich zum Beginn der frühjährlichen Heiratssaison die Ausstellung „Cartoons zur Hochzeit“. Wie sieht der Heiratsantrag eines Bäckers aus? Warum beenden Polygamisten eine Beziehung? Wie arbeiten Scheidungsfotografen? Und wer hat bei der Hochzeit eigentlich am meisten Spaß? sind nur einige der vielen Fragen, die in der Ausstellung beantwortet werden. Zusätzlich erscheint auch zu dieser Ausstellung wieder ein Cartoonbuch mit Bildern von u.a. Dorthe Landschulz, Egon Forever, Jean La Fleur, Marco Finkenstein, Miriam Wurster und Olga Hopfauf, das in den Galerieräumlichkeiten sowie online erworben werden kann.

    Cartoons zur Hochzeit
    Vernissage 11. April, 19 Uhr
    Max Zirkowitsch liest aus „Heiraten schön trinken“ (Milena Verlag), mit Hochzeitstorte und Sekt

    Ausstellung
    12. April - 10. Juni 2018 (Montag - Sonntag 11 bis 18 Uhr) in der Galerie der Komischen Künste MuseumsQuartier/Q21, Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Eintritt frei!

30.03.2018
  • Daniel Kehlmann-Erzählung wird in Hollywood verfilmt
  • Im Oktober beginnen die Dreharbeiten für die Verfilmung von Daniel Kehlmanns Erzählung „Du hättest gehen sollen“ – Hollywood hat die Rechte vom Rowohlt Verlag erworben, die Hauptrolle wird US-Star Kevin Bacon spielen. Als Produktionsfirma tritt Blumhouse Productions in Erscheinung, Regie und Drehbuch stammen von David Koepp, der bereits für „Jurassic Park“ und „Spider Man“ das Skript geschrieben hat.

    Nach den deutschsprachigen Produktionen von „Ich und Kaminski“ (2015), „Ruhm“ und „Die Vermessung der Welt“ (beide 2012) ist „Du hättest gehen sollen“ die erste Hollywood-Verfilmung Kehlmanns. Dabei geht es um ein junges Ehepaar mit Kind, das mit unheimlichen Erlebnissen in einem verlassenen Ferienhaus konfrontiert wird.

29.03.2018
  • Erstes Festival für afrikanische Literatur in Berlin
  • Transnationalität und Transkulturalität sind nicht ganz unüberraschend die Schwerpunktthemen beim ersten Festival von und für afrikanische Autorinnen und Autoren, das vom 26. bis 28. April unter dem Titel „Writing in Migration“ im Berliner Kino Babylon stattfinden wird. Kuratiert wird es von der in London lebenden deutsch-nigerianischen Autorin Olumide Popoola. Die Literaturagentur InterKontinental hat als Programm während der drei Tage Vorträge, Lesungen, Performances, Theater, Podiumsdiskussionen, Signierstunden und Networking Events mit mehr als 30 Autoren geplant.

    Die Festivalleiterinnen Karla Kutzner und Stefanie Hirsbrunner über die Motivation zum Festival: „Die Autor*innen, die zu ‚Writing in Migration‘ kommen, sind nur selten in den deutschen Bücherregalen zu finden. Eine einseitige Darstellung des afrikanischen Kontinents als Ort der Tiere und Savannen und gleichzeitig als Ort des Untergangs in Form von Armut, Flucht, Frauenbeschneidung oder Kindersoldaten schreibt sich in den hiesigen Buchläden fort und verfestigt Vorurteile. Es gibt Übersetzungen literarischer Werke und Klassiker von afrikanischen Schriftsteller*innen und Denker*innen, aber vergleichsweise wenige oder veraltete. Die Autor*innen sind auch nur selten in deutschen Medien präsent, während sie sich vergleichsweise in anderen Regionen der Welt kaum vor Interviewanfragen retten können.“

    Das Festivalprogramm und die Gästeliste kann hier aufgerufen werden.

28.03.2018
  • Anna Seghers’ „Transit“ als Filmvorlage
  • Anna Seghers’ Roman „Transit“, der in den 1940er-Jahren geschrieben wurde und derzeit im Aufbau-Verlag erhältlich ist, bildet die Vorlage für Christian Petzolds neuen Film gleichen Namens, der am 4. Mai in die Kinos kommen wird. Darin verbindet der Regisseur den historischen Stoff in atemberaubenden, fast schwebenden Bildern mit der Gegenwart des heutigen Marseille. Österreich-Premiere ist noch vor der Kinostart am 30. April im Rahmen des Crossing Europe Filmfestival Linz.

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